Pannenhilfe im Corona-Jahr: Der ADAC zieht Bilanz

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Ralf Loweg
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mid Groß-Gerau - Die mit Abstand häufigste Pannenursache war auch im Corona-Jahr 2020 die Batterie. © ADAC

Ohne die "Gelben Engel" des ADAC würden viele Autofahrer nicht vom Fleck kommen. Die fleißigen Helfer des Automobilclubs sorgen rund um die Uhr für Mobilität. Doch welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf die Pannenhilfe? Jetzt zieht der ADAC Bilanz.

Im Jahr 2020 waren die Straßenwachtfahrer und Mobilitätspartner des ADAC bei insgesamt 3,386 Millionen Pannen im Einsatz. Im Vergleich zum Jahr davor ist das ein Rückgang von knapp zehn Prozent. Grund: Die geringere Einsatzzahl entspricht in etwa dem Corona bedingt gesunkenen Verkehrsaufkommen und dem rückläufigen Pannenvolumen.

Vor allem der erste "Lockdown" im Frühjahr 2020 ließ das Verkehrsaufkommen auf deutschen Autobahnen kurzzeitig um fast 50 Prozent zurückgehen. Die Tage mit den wenigsten Einsätzen waren allesamt Sonntage im ersten Lockdown: 29. März (3.352 Einsätze), 12. April (3.635 Einsätze) und 22. März (3.865 Einsätze).

Im Vergleich dazu war der pannenstärkste Tag vor dem "Lockdown" der 2. Januar 2020 mit rund 18.000 Pannenhilfe-Einsätzen. So konnten die "Gelben Engel" 2020 an jedem Tag durchschnittlich 9.250 gestrandeten Fahrzeugen und deren Fahrern helfen.

Die häufigste Pannenursache war dabei, wie schon in den Jahren zuvor, die Batterie mit 46,3 Prozent. Damit war im Vergleich zum Vorjahr (41,8 Prozent) über vier Prozentpunkte öfter die Batterie das Problem. Nach Auswertungen des ADAC ist auch das Corona bedingt.

Die längeren Standzeiten der Autos während der "Lockdowns" im Frühling und Herbst sind ursächlich für die Häufung der batteriebedingten Pannen. Danach folgen, wie in den Jahren zuvor, Pannen durch Motor und Motor-Management mit 15,9 Prozent und sonstige Ursachen wie Karosserie, Lenkung oder Fahrwerk mit 14,2 Prozent.

Die ADAC- Pannenhilfe war 2020 während der "Lockdowns" und ist auch aktuell für havarierte Mitglieder da. Alle Fahrer des ADAC und der Mobilitätspartner orientieren sich dabei an den vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Hygienevorschriften, teilt der Automobilclub mit. Und eine schöne Geste: Während der Corona-Krise hilft der ADAC auch Nicht-Mitgliedern in systemrelevanten Berufen kostenlos.