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Mercedes: Mit Vision EQXX in die Zukunft

Von 
Rudolf Huber
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mid Groß-Gerau - Gruppenbild mit Vorstandschef: Ola Källenius präsentiert die Mercedes-EQ-Familie. © Daimler

Das Projekt heißt Vision EQXX - und es soll den Weg in die Welt der Elektromobilität endgültig freimachen. Hinter dem etwas kryptischen Namen verbirgt sich ein E-Auto mit mehr als 1.000 Kilometern Reichweite und einem einstelligen Verbrauchswert. "Bei normaler Geschwindigkeit auf der Autobahn", wie Mercedes betont.

Der Super-Stromer soll schon 2022 Weltpremiere feiern, hieß es jetzt bei der Vorstellung der Mercedes-Strategie für eine spannungsreiche Zukunft. Bis zum Ende des Jahrzehnts werde die Marke bereit sein, vollelektrisch zu werden - überall dort, wo es die Marktbedingungen zuließen. Und das heißt "Electric only" statt "Electric first".

Bedeutet konkret: Bis 2022 wird Mercedes in allen Segmenten, in denen die Marke präsent ist, batterieelektrische Fahrzeuge anbieten. Ab 2025 werden alle neuen Architekturen rein elektrisch sein und die Kundschaft wird für jedes Modell eine vollelektrische Alternative zur Auswahl haben. Und das soll umgesetzt werden, ohne die bisherigen Profitabilitäts-Ziele aufzugeben.

Daimler- und Mercedes-Vorstandsvorsitzender Ola Källenius erklärt die Strategie so: "Die Elektromobilität gewinnt an Fahrt - vor allem im Luxus-Segment, wo Mercedes-Benz zuhause ist. Der Wendepunkt rückt näher und wir werden bereit sein, wenn die Märkte bis zum Ende des Jahrzehnts vollständig auf Elektroautos umstellen."

Dazu erhöht das Unternehmen massiv die Investitionen in Forschung und Entwicklung. "Insgesamt sind zwischen 2022 und 2030 mehr als 40 Milliarden Euro für Investitionen in batterieelektrische Fahrzeuge vorgesehen", so die Stuttgarter. Der schnellere Ausbau des Angebots an überzeugenden E-Autos werde den Durchbruch der Elektromobilität beschleunigen.

Konkret will Mercedes im Jahr 2025 drei vollelektrische Architekturen einführen: MB.EA als skalierbares modulares System für alle mittelgroßen und großen Pkw. AMG.EA als eine auf Spitzenleistung ausgelegte Elektro-Plattform für die leistungsaffine Kundschaft. Und Van.EA für elektrische Vans und leichte Nutzfahrzeuge.

Die benötigte Batteriekapazität von mehr als 200 Gigawattstunden sollen gemeinsam mit Partnern in weltweit acht Gigafabriken zur Zellproduktion an den Start gehen. Eng vernetzt mit den bereits geplanten neun Werken zur Produktion von Batteriesystemen.

Die nächste Akku-Generation werde hochgradig standardisiert und für den Einsatz in mehr als 90 Prozent aller künftigen Pkw und Vans der Marke geeignet sein, heißt es. Gleichzeitig werde sie sehr flexibel sein, um allen Käufern individuelle Lösungen anzubieten.

Neue Maßstäbe will Mercedes auch beim Laden setzen und setzt dabei unter anderem auf "Plug & Charge", das Ladevorgänge ohne zusätzliche Schritte für die Authentifizierung und Zahlungsabwicklung ermöglicht.

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