Mercedes-Benz 280 GE siegt 1983 bei der Rallye Paris-Dakar

Von 
Jutta Bernhard
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mid Groß-Gerau - Vor 40 Jahren triumphiert Mercedes-Benz bei der härtesten Rallye der Welt: Rennfahrer Jacky Ickx und sein Beifahrer, der Schauspieler Claude Brasseur, gewinnen mit dem Mercedes-Benz 280 GE die Rallye Paris-Dakar 1983. © Mercedes

Vor 40 Jahren triumphiert Mercedes-Benz bei der härtesten Rallye der Welt: Rennfahrer Jacky Ickx und sein Beifahrer, der Schauspieler Claude Brasseur, gewinnen mit dem Mercedes-Benz 280 GE die Rallye Paris-Dakar 1983. Das Projekt wird von Mercedes-Benz France betreut.

Die Rallye Paris-Dakar hat damals große weltweite Strahlkraft. Gestartet wird am frühen Morgen des 1. Januar 1983 auf dem Place de la Concorde in Paris. Nach rund 20 überaus anspruchsvollen Tagesetappen durch Wüsten, wie die Tenere in der Südsahara sowie im nördlichen Niger, erreicht das stark ausgedünnte Teilnehmerfeld die Millionenstadt Dakar an der Atlantikküste. Zwischen 10.000 und 12.000 Kilometer legen die Teilnehmer der Automobil-, Lkw- und Motorradwertung bis ins Ziel zurück.

Die "Paris-Dakar" lockt bereits seit ihren frühen Jahren namhafte Automobilhersteller zum Wettbewerb in der afrikanischen Wüste. Der ehemalige Automobil- und Motorradrennfahrer Thierry Sabine gründet und organisiert das spektakuläre Abenteuer. Im Januar 1986 kommt er bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben. Die Veranstaltung wird bis heute weitergeführt, sie heißt jetzt "Rallye Dakar" und findet aktuell in den Wüstengebieten Saudi-Arabiens statt. Davor wird sie von 2009 bis 2019 in Südamerika ausgetragen.

Schon 1982 trägt das Engagement von Mercedes-Benz France bei der Rallye Paris-Dakar Früchte mit den Plätzen drei und fünf. Unter den ersten zehn Fahrzeugen im Ziel finden sich zwei weitere 280 GE und ein Mercedes-Benz Prototyp. Im Jahr 1983 fahren 193 Autos, Buggys und Lastwagen sowie 111 Motorräder die 12.000 Kilometer von Frankreich über Algerien, Niger, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Mali und Mauretanien bis in den Senegal. Wichtigste Navigationshilfe ist der Kompass.

Die prominentesten Starter des Felds, Jacky Ickx und Claude Brasseur, übernehmen mit dem 280 GE früh die Führung. Vor dem Etappenziel in Agadez (Niger) stellt Ickx an seinem Motor einen starken Leistungsverlust fest. Er erhält das Triebwerk eines Teamkollegen. Der Wechsel kompletter Aggregate mit einem anderen Fahrzeug im Wettbewerb ist gestattet. Danach fährt Ickx wieder sein gewohnt hohes Tempo.

Viele Teilnehmer scheiden wegen der Strapazen dieser Rallye mit 20 Tagesetappen von 300 bis 1.000 Kilometern Länge aus: Die Technik streikt, Unfälle oder Stürze der Motorradfahrer dezimieren das Feld. Manche geben aus schierer Erschöpfung auf - oder weil sie nach vielen Stunden Irrfahrt durch die Wüste das Etappenziel nicht mehr rechtzeitig erreichen. Lediglich 61 Autos und Lastwagen sowie 28 Motorräder erreichen das Ziel.

Ickx und Brasseur sind die erschöpften, aber gefeierten Gewinner am Strand von Dakar. Auf den Rängen fünf, sechs und acht erreichen weitere G-Modelle von Mercedes-Benz das Ziel. Die Marke feiert sogar einen Doppelsieg: Georges Groine, Thierry de Saulieu und Bernard Malferiol erreichen Dakar mit einem Mercedes-Benz 1936 AK Allrad-Lkw (261 kW/355 PS) als bester Lastwagen.

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