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Luxus-Italiener: Maserati Ghibli Hybrid GranLusso

Von 
Jutta Bernhard
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Der Maserati Ghibli Hybrid soll einen Meilenstein in der Geschichte der Traditionsmarke setzen. Mit dem formschönen Luxus-Sportwagen mischen die Italiener jetzt in Deutschland die Karten im Segment der Business-Limousinen neu. Der Motor-Informations-Dienst (mid) startete eine Probefahrt mit dem Schmuckstück.

Geht man nach dem Design, dann müssen sich Premium-Rivalen wie die Mercedes E-Klasse, 5er-BMW oder Audi A5 und A7 warm anziehen. Der Ghibli Hybrid in der Ausstattung GranLusso glänzt in einer Perleffektlackierung (Dreischichtlack) Namens Blu Nobile. Dazu passend abgestimmt blau eloxierte Aluminium-Bremssättel und 20 Zoll große, maschinenpolierte Leichtmetallräder im "Urano-Design" machen ordentlich etwas her. Das alles ist Sonderausstattung, doch wer sich für einen Maserati entscheidet sollte nicht an den feinen Extras sparen.

Das Dreizack-Logo auf der C-Säule gibt mit dem horizontalen Pfeil in ungewöhnlichem Blau einen dezenten Hinweis, dass dieser Ghibli etwas Besonderes ist. Das Facelift besticht durch viele optische Veränderungen. Unauffällig beim Exterieur ist die Y-förmige Querstrebe im Kühlergrill. Gelungen sind auch die Heckleuchten im Bumerang-Design.

Der Maserati Ghibli Hybrid GranLusso hat in der Serienausstattung bereits die Zegna Edition an Bord. Das bedeutet eine Premiumleder-Vollausstattung mit dunkelgrauem Seidenbezug auf den Sitz-/Lehnenmittelbahnen, Türpaneelen, auf Dachhimmel und Sonnenblenden. Hellgraue Kontrastnähte auf den Sitzen und das gestickte Dreizack-Logo auf den Kopfstützen vorn und hinten vermitteln den Passagieren ein Gefühl von Luxus. Wer es ganz gediegen wünscht, entscheidet sich zusätzlich für Applikationen aus hochglänzendem Edelholz Rovere Veneer. Kleines Manko: Die Ziernähte am Armaturenbrett spiegeln sich in der Frontscheibe.

Neu an Bord ist ein 10,1 Zoll großes Touchscreen-Display mit Navigation. Das Multimediasystem hört auf den Namen MIA und ist auf der Höhe der Zeit. Ruckzuck ist das Smartphone verbunden. Auf Wunsch mit Android Auto oder mit Apple CarPlay. Das System ist permanent online und bietet WLAN-Verbindungen. Das Maserati Touch Control Plus (MTC+) steht im Mittelpunkt der Armaturentafel des Ghibli Hybrid GranLusso. Darüber hinaus steuert MTC+ die Vordersitzheizung sowie die Belüftung, die Lenkradheizung und den Betrieb der hinteren Sonnenblende. Der Bildschirm zeigt auch die von der Rückfahrkamera erfasste Rückansicht an.

Unter der Haube des Luxus-Italieners arbeitet ein Vierzylinder-Benziner mit 243 kW/330 PS. Der Benzin-Motor wird sowohl von einem Riemen-Starter-Generator (RSG), als auch von einem elektrischen Verdichter unterstützt. Eine Hybridlösung, die im Augenblick zumindest technischen Seltenheitswert hat. Vereinfacht gesagt fungiert der RSG als Lichtmaschine und speist die Bremsenergie über ein 48-Volt-Bordnetz in die zusätzliche Batterie im Gepäckraum ein. Die wiederum versorgt den E-Verdichter, der in niedrigen Drehzahlbereichen den Motor unterstützt und antreibt. Also dort, wo der Turbo noch Luft holen muss. In 5,7 Sekunden beschleunigt der Ghibli Hybrid GranLusso von null auf Tempo 100.

Der Verbrauch bei der ausgiebigen Testfahrt bleibt konstant knapp unter zehn Liter. Für den typischen Maserati-Sound haben die Italiener beim elektrifizierten Ghibli den Strömungstrakt überarbeitet und die Resonanzrohre neu abgestimmt. Wenn man den Start-Knopf drückt und dann auf "Sport" schaltet, klingt der Ghibli Hybrid nicht so sanft, wie es so mancher vermutet. Aus den beiden Doppelauspuff-Endrohren röhrt es gewaltig. Klar: Mit diesem Auto müsste man eigentlich ein paar flotte Runden auf der Rennstrecke drehen. Doch schon nach wenigen Minuten stellt sich beim Fahrer eine Art innere Ruhe ein. Raus aus dem Sport-Modus und rein in die "Komfort"-Zone.

Dazu die passenden Klänge aus dem Harman-Kardon-Premium-Audiosystem mit zehn Lautsprechern und 900 Watt - und man beginnt zwangsläufig zu träumen. Dieser Maserati versetzt seinen Fahrer schnell in eine eigene Welt. Und in der gibt es keinen Stress, keine Wettrennen und keinen Stau - selbst wenn man mittendrin steht.

Noch etwas Historie: Der erste Ghibli wurde 1966 auf dem Turiner Autosalon enthüllt. Er folgte einer Tradition, die von Maserati 1947 mit dem A6 1500 eingeläutet worden war. Auch er war ein Grand Tourer, das heißt, dass er auf jeder Strecke Stil, Luxus und unvergleichlichen Komfort bot. Und das kommt bei den verwöhnten Kunden an.

Der Grundpreis für den Maserati Ghibli Hybrid GranLusso beträgt 82.872 Euro. Für 18.505 Euro Aufpreis gibt es das Rundum-Sorglos-Paket mit Sonderausstattung wie der Perleffektlackierung (sehr empfehlenswert), Premium-Ledervollausstattung, Premium-Paket mit automatisch abblendenden Außenspiegeln und Fahrerassistenz-Paket Plus - dann liegt der Endpreis bei 101.377 Euro.

Jutta Bernhard / mid

Technische Daten Maserati Ghibli Hybrid GranLusso:

- Länge / Breite / Höhe: 4,97 / 1,95 (ohne Spiegel) / 1,46 m

- Motor: 2,0 Liter-Benziner mit eBooster und 48-Volt RSG

- Leistung: 243 kW/330 PS bei 5.750 U/min

- max. Drehmoment: 450 Nm bei 4.000 U/min

- ZF-Achtgang-Automatik, Hinterradantrieb

- 0-100 km/h: 5,7 Sekunden

- Spitze: 255 km/h

- Normverbrauch (WLTP): 8,1 - 9,4 l/100 km

- CO2-Emission: 183 - 213 g/km

- Preis: ab 82.872 Euro

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mid Groß-Gerau - Das Dreizack-Logo auf der C-Säule gibt mit dem horizontalen Pfeil in ungewöhnlichem Blau einen dezenten Hinweis, dass der Maserati Ghibli Hybrid GranLusso etwas Besonderes ist. © Maserati
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