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Laden am Arbeitsplatz spart viel CO2

Von 
Rudolf Huber
Lesedauer: 
mid Groß-Gerau - Über das Laden am Arbeitsplatz im Vergleich zum Laden zuhause lassen sich bisher ungeahnte CO2-Einsparpotentiale bei der Elektromobilität heben. © Seat

Wieviel CO2 lässt sich durch ein verändertes Ladeverhalten auf dem Land einsparen? Diese Frage hat der Institutsteil Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT im Auftrag des NABU untersucht. Das Ergebnis: Laden am Arbeitsplatz (Charge@work) ist die effizienteste und sauberste Methode.

Schon allein durch eine Verschiebung des Batterie-Füllens auf die Mittagszeit, also während der Arbeit, lassen sich demnach die CO2-Emissionen des Ladevorgangs halbieren. Für ein Jahr mit durchschnittlichen Witterungsverhältnissen ergibt sich daraus ein Einsparpotential von zirka drei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: "Die notwendige Ladeinfrastruktur für E-Mobilität muss gerade auf dem Land von Anfang an am richtigen Ort so geplant werden, dass sie möglichst wenig Ressourcen und Fläche verbraucht. Auf dem Land wird das Auto wichtig bleiben. Die Ergebnisse der Studie kommen daher gerade rechtzeitig, um die gezielte Förderung vom Arbeitsplatzladen in den Masterplan Ladeinfrastruktur 2 aufzunehmen."

Die Studie zeigt, wie der Anteil an erneuerbaren Energien im Strommix beim Laden maximiert werden kann und welchen Einfluss es hat, wenn der Strom beim Laden direkt aus einer Photovoltaikanlage abgenommen wird. Das massive CO2-Einsparpotential ergibt sich vor allem daraus, dass beim Laden am Arbeitsplatz die Potentiale eines hohen Anteils von Grünstrom im Netz genutzt werden. Dies geschieht vor allem bei Charge@Work zur Mittagszeit. Zu diesem Zeitpunkt ist die Mehrheit der Bevölkerung am Arbeitsplatz.

Das Laden am Arbeitsplatz bietet der Untersuchung zufolge zahlreiche weitere Vorteile für eine ressourceneffiziente Nutzung von E-Mobilität. So können zum Beispiel mehrere Fahrzeuge an einem Ort gleichzeitig Strom direkt abnehmen.

"Allein über das Laden am Arbeitsplatz im Vergleich zum Laden zuhause lassen sich bisher ungeahnte CO2-Einsparpotentiale von Elektromobilität heben. Alle Arbeitgeber sind daher in der Pflicht, ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zum Laden anzubieten, am besten in Verbindung mit einer PV-Anlage", so NABU-Verkehrsreferent Nikolas von Wysiecki.

Über die Rahmenbedingungen werde derzeit verhandelt: Wenn die Verkehrsemissionen nicht weiter stagnieren sollen, müsse das Klimaschutzsofortprogramm der Bundesregierung die Dienstwagenregelung so anpassen, dass sie nur noch rein batterieelektrische Fahrzeuge fördere.

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