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Klimaanlagen in 95 Prozent der Pkw

Von 
Lars Wallerang
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mid Groß-Gerau - Aus dem Auto kaum noch wegzudenken: die Klimaanlage. © DAT

Eine Klimaanlage im Autos - das war Luxus pur in den 50er-Jahren und zunächst nur amerikanischen Oberklasse-Modellen vorbehalten. Der Boom der Klimaanlage startete weltweit erst in den 90er-Jahren. Inzwischen war sie auch in der oberen Mittelklasse selbstverständlich, galt aber immer noch als luxuriös. Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) hat eine Auswertung ihrer Datenbanken vorgenommen und aktuell eine Durchdringung von Klimaanlagen in Pkw von 95 Prozent festgestellt.

Der Wandel hin zur Klimaanlage kam mit der intensiveren aerodynamischen Gestaltung der Fahrzeuge. Die Fensterflächen wuchsen und die Neigungswinkel der Scheiben schrumpften. Diese modernen Autos heizten sich in der Sonne schnell auf und galten ohne Klimatisierung bald als unverkäuflich. Zur schnellen Marktdurchdringung von Autoklimaanlagen haben auch zahlreiche Studien beigetragen, die deren Nutzen für die Verkehrssicherheit nachweisen.

Wer gut temperiert unterwegs ist, fährt aufmerksamer und bleibt länger fit. Es dauerte nur noch wenige Jahre bis die Klimaanlage auch im Kleinwagen zu einem selbstverständlichen Ausstattungsposten wurde. Eine Weile lief das Geschäft mit der Nachrüstung von Klimaanlagen auf Hochtouren.

Ein Wermutstropfen bei den Klimaanlagen war lange Zeit das Kältemittel. Das ursprünglich eingesetzte R-12 ist stark klimaschädlich und dessen Einsatz wurde ab 2015 verboten. Deutlich besser war das Kältemittel R-134a, das noch heute in vielen Fahrzeugen seinen Dienst tut. Es wurde begleitet von heftigen Diskussionen durch das nochmals umweltfreundlichere, allerdings brennbare Kältemittel R-1234yf ersetzt. Manche Fahrzeughersteller sind auch auf R-774, besser bekannt als CO2, ausgewichen.

"Je nach Fahrzeugtyp und Einsatz des Autos ist früher oder später bei jeder Klimaanlage ein Klimaservice erforderlich", sagen die Experten der DAT. Das treffe auf Verbrenner ebenso zu wie auf Elektroautos. Die flexiblen Leitungen im Fahrzeug und die Kupplungspunkte könnten technisch nicht so dicht sein wie die feste Installation in einem Kühlschrank.

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