Kältewelle macht Pannenhelfern Stress

Von 
Rudolf Huber
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mid Groß-Gerau - ADAC-Pannenhelfer Andreas Benkenstein leistet "Erste Hilfe" an einer Batterie im verschneiten Erfurt. © ADAC Hessen-Thüringen e.V. / Steve Bauerschmidt

Der Winter zeigt seine Stärke - mit Eiseskälte. Bei Temperaturen bis minus 25 Grad Celsius versagt aktuell eine Autobatterie nach der anderen. Bei den ADAC-Pannenhelfern etwa in Hessen und Thüringen macht sich das durch deutlich höhere Einsatzzahlen bemerkbar.

Allein zum Wochenstart am 8. Februar 2021 rückten die Gelben Engel und die Mobilitätspartner des ADAC hessenweit zu 1.943 Einsätze aus. In der Woche davor standen noch 1.233 Einsatzfahrten auf dem Programm. "Gebietsweise wurden bis zu 77 Prozent mehr Einsätze vermeldet als in der Vorwoche", so der Automobilclub.

Während in Thüringen für viele Fußgänger Skier das Fortbewegungsmittel der Wahl sind, mussten zahlreiche Autofahrer zunächst ihren Wagen von einer dicken Schneeschicht befreien, um dann festzustellen, dass ihr Fahrzeug nicht anspringt. So rückten ADAC Pannenhelfer und Mobilitätspartner am Montag zu 278 Einsätzen aus - ein Plus von 102 Einsätzen gegenüber der Vorwoche. Verschneite Straßen und Temperaturen im zweistelligen Minus-Bereich machten Einsatzfahrten in alle Landkreise erforderlich.

"Da durch den Covid-bedingten Lockdown derzeit viele Fahrzeuge lange Standzeiten aufweisen, waren die Hauptpannenursachen leere Batterien, eingefrorene Türschlösser und festgefrorene Handbremsen", so die Defekt-Diagnose.

Ein Tipp vom ADAC für alle Autofahrer: Vor allem längere Autofahrten sollten vorbereitet werden, damit ein unverhoffter längere Stau oder eine Panne nicht zu kalt wird. Wichtig ist ein voller Tank, genügend Wischwasser sowie warme Winterkleidung und -schuhwerk. Mit einer Thermoskanne Tee, ein paar Snacks und einer warmen Decke lassen sich auch Zwangsstopps überstehen.