Interesse an Autoherstellern sinkt deutlich

Von 
Andreas Reiners
Lesedauer: 
mid Groß-Gerau - Das Interesse an Automobilherstellern ist in der Coronakrise stark gesunken. © Pixabay

Die Corona-Krise bestimmt den Alltag der Menschen und die ersten wirtschaftlichen Folgen sind längst spürbar. Der Frage, wie sich die Nachfrage zu bestimmten Themen, Marken und Produkten durch die Pandemie verändert, ist die Smart Data-Beratung Brain One nachgegangen und hat dafür die Suite "Business Berry" entwickelt. Das Interesse an Automobilen ist beispielsweise stark zurückgegangen, während regionale Angebote an Bedeutung gewinnen.

Die Berater können schon jetzt deutliche Veränderungen im Interessenfeld der Konsumenten feststellen. Business Berry führt eine Vielzahl strukturierter Daten zusammen und analysiert diese vor dem Hintergrund des aktuellen Event-Spots in Korrelation zur Entwicklung der Corona-Daten. Ziel ist es, Entscheidern Orientierung über relevante Unternehmensinformationen zu geben und zukunftsweisende Entscheidungen in Unternehmen zu fördern.

So geht die Nachfrage nach Automobilen stark zurück. Das Interesse an mobile.de ist beispielsweise seit März 2020 um 40 Prozent gefallen. Der Automobilhersteller Volkswagen verzeichnet einen Rückgang von 24 Prozent seit Beginn der Krise, bei Mercedes sind es 20 Prozent.

"Unsere Daten zeigen die aktuelle Unsicherheit der Konsumenten, momentan größere Investitionen zu tätigen. Gründe könnten vor allem Kurzarbeit oder sogar Jobverlust sein. Die veränderte Kundennachfrage und Probleme innerhalb der Lieferkette im Zuge der Corona-Krise könnten die ohnehin andauernden strukturellen Veränderungen in der Automobilbranche zusätzlich beschleunigen", kommentiert Marco Butz, Gründer und Geschäftsführer von Brain One.

Am 12. März 2020 stufte die WHO Covid-19 erstmals als Pandemie ein. Infolgedessen ist die Nachfrage nach regionalen Kontexten um über 90 Prozent angestiegen. Seit der Einstufung "informieren sich die Menschen verstärkt über Angebote und Konsummöglichkeiten in ihrer näheren Umgebung oder suchen den kulturellen Halt zu Themen in ihrer Region", so Marco Butz. "Auch kurzfristiger sind klare Tendenzen abzulesen, so ist seit Ende März die Nachfrage nach Bäckereien und Metzgereien signifikant angestiegen und dies im Vergleich zu den Vorwochen deutlich beschleunigt."