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Im Zeichen des Skorpions: Abarth 695

Von 
Mike Neumann
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mid Balocco - Wer sich die neue Abarth Collectors Edition sichern will, der sollte schnell sein. © Mike Neumann / mid

Nach der Fusion von PSA und FCA stellt Abarth eine der Marken im neu gegründeten Konzern Stellantis dar. Auf dem konzerneigenen Proving Ground in Balocco präsentieren die Italiener "im Sternzeichen des Skorpions" den brandneuen Abarth 695 Esseesse. Der Motor-Informations-Dienst (mid) testete den sportlichen Italiener.

Limitiert auf 1.390 Fahrzeuge europaweit - jeweils 695 Exemplare in "Scorpione Schwarz" und 695 Exemplare in "Campovolo Grau" - strebt der neue Abarth 695 Esseesse nichts weniger als die Krone der Fiat 500 Reihe an.

Als Inspiration diente das auf 1.000 Einheiten limitierte Modell aus dem Jahre 1964, der Fiat Cinquino, der durch die Abarth Tuning-Anpassungen seinerzeit einen vergrößerten Hubraum von 690 Kubik vorzuweisen hatte und mit einer Leistung von 28 kW/38 PS eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h erreichte. Der Fiat 695 SS ("esse" "esse" - steht für Super Sport) Abarth war geboren.

Die nur als Limousine erhältliche 2021er Inkarnation legt hier natürlich nochmal eine ordentliche Schippe drauf. Der 1.4 Liter T-Jet Turbobenziner leistet satte 132 kW/180PS und 250 Nm Drehmoment bei 3.000 Umdrehungen pro Minute, die Höchstgeschwindigkeit beläuft sich, mit Heckspoiler auf 0 Grad Stellung, auf 225 km/h.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Aerodynamik gelegt. Bei der neuen, aus Aluminium gefertigten und doppelt gewölbten Motorhaube konnten beispielsweise 25 Prozent Gewicht eingespart werden, das Gesamtgewicht wurde um 10 Kilogramm reduziert. Der in 13 Stufen manuell via Schraube von 0 bis 60 Grad fix verstellbare Heckspoiler erzeugt in Maximalstellung einen zusätzlichen Anpressdruck von bis zu 42 Kilogramm bei 200 km/h. Den Sprint von 0 auf 100 km/h vollzieht der Abarth 695 esseesse in 6,7 Sekunden, die Viertelmeile ist in 15,1 Sekunden erreicht, das bedeutet ein Zehntel schneller als die 595 Competizione-Version.

Bereits auf den ersten Blick ist erkennbar, dass es sich hier um ein Performance-Modell handelt. Der große Heckspoiler mit Abarth-Logo wirkt gegen die massive Doppelrohr-Akrapovic Auspuffanlage aus Titan noch fast dezent. Vier Kolben Brembo-Bremssättel (vorne 305 mm, hinten 240 mm) scheinen durch die weißen 17- Zoll-Felgen mit roten Radkappen und Skorpion Logo, die Außenspiegel, die Spoilerlippen und die Seitenaufkleber sind ebenfalls in weiß gehalten.

Sportlich geht es auch im Innenraum weiter, die Sabelt Sportsitze bieten guten Halt, Alcantara Elemente im Armaturenbrett, Carbon Lenkradeinsätze, Pedale und Schaltknauf komplettieren das Bild. Serienmäßig gibt es eine Fünfgang Handschaltung, als Option gibt es außerdem noch ein halbautomatisches Getriebe, welches den Gangwechsel über Schaltwipppen am Lenkrad ermöglicht und die Schaltzeiten somit nochmals verkürzt.

Das bekannte 7 Zoll Touchscreen "Uconnect" Infotainment-System mit Navigation und DAB+ Digitalradio ist ebenso an Bord wie USB und Bluetooth Schnittstellen. Auch Apple CarPlay und Android Auto sind integriert.

Gestartet wird der Italiener übrigens noch klassisch über ein Zündschloss, nach Druck auf die Sportmodus-Taste röhrt die kleine Krawallbüchse dann auch entsprechend aus den beiden Endrohren. Der erste Fahreindruck bestätigt die sportliche Auslegung, auch wenn die Sitzposition gefühlt etwas hoch wirkt. Fahrfreude ist definitiv mit an Bord. Die Alltagstauglichkeit mit dem Abarth 695 ist allerdings diskutabel. Der recht hohe Wenderadius für ein so kleines Auto, das Fehlen der gängigen Assistenzsysteme und das Fahrzeugtypische Platzangebot konkurrieren mit dem Fahrspaß.

Selbstbewusst auch der Preis des limitierten Mini-Renners, startet er doch bei knapp unter 34.000 Euro. Für Fans der Reihe, die das Maximum herausholen wollen, ab sofort verfügbar.

Mike Neumann / mid

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