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Gesunde Sitzhaltung im Auto

Von 
Lars Wallerang
Lesedauer: 
mid Groß-Gerau - Eine gerade Sitzhaltung im Auto ist cool - vor allem für den Rücken. © Fa / pixabay.com

Langes Sitzen tut dem Rücken nicht gut. Mehr als 40 Prozent der deutschen Autofahrer verbringen täglich mehr als eineinhalb Stunden hinter dem Steuer - eine Belastung für den Rücken. Bei Berufsgruppen wie Taxifahrern, Paketzustellern, Berufskraftfahrern oder Handelsvertretern ist es sogar noch mehr. Wer so viel Zeit im Sitzen verbringt, spürt oft Verspannungen oder Rückenschmerzen.

Eine schlechte Körperhaltung beim Autofahren kann die Gesundheit des Rückens beeinträchtigen, unabhängig von der Zeit, die wir im Auto verbringen. Sei es eine Kurzstrecke oder die Fahrt in die Ferien - das Wichtigste ist, dass die Wirbelsäule und der Rücken in Form bleiben. Ein ergonomischer Sitz kann Abhilfe schaffen, doch auch nur dann, wenn die Einstellung stimmt. Die "Aktion Gesunder Rücken" (AGR) erklärt, worauf man achten sollte.

Ein individuell eingestellter Autositz kann die Belastungen für den Rücken maßgeblich reduzieren - passen Sie daher die Einstellungen vor der Fahrt nach Ihren Bedürfnissen an. Der Beifahrer hat zwar deutlich mehr Flexibilität, trotzdem sollte auch er die Tipps berücksichtigen. "Machen Sie sich das Einstellen des Sitzes zur Routine, wie das Richten der Spiegel", empfiehlt die AGR.

Hier ein paar Faustregeln:

- Je nach Körpergröße kann es erforderlich sein, die Sitztiefe anzupassen. Dies sorgt für eine bessere Druckverteilung und mehr Sitzkomfort, vor allem auf langen Strecken. "Achten Sie darauf, dass der Oberschenkel komplett abgestützt wird", betont die AGR. Wichtig sei, dass zwischen Sitz und Kniekehlen etwa zwei bis drei Fingerbreit Freiraum bleiben, um eine Druckbelastung zu vermeiden.

- "Sitzen Sie so hoch wie möglich, damit Sie ein optimales Sichtfeld haben." Als Richtwert könne man sich daran orientieren, dass zwischen Kopf und Dachhimmel etwa eine Handbreit Platz bleiben sollte. Wichtig: Die Pedale sollten bequem erreichbar sein. "Nutzen Sie daher die separate Neigungsverstellung, um die Einstellung zu optimieren." Sind die Beine bei komplett durchgetretenem Pedal leicht angewinkelt? Dann ist die ideale Längseinstellung gefunden. Gleiches gilt für die Arme, wenn das Lenkrad in der "Viertel-vor-Drei"-Stellung gegriffen wird.

- "Wir wissen wie verlockend es ist, den coolen Cruiser zu spielen", sagen die Experten. Aber: "Nichts ist cooler als ein gesunder Rücken." Stellen Sie Ihre Rückenlehne deshalb möglichst aufrecht ein, so dass Ihre Lendenwirbelsäule und die Schulterblätter gut gestützt werden. Eine Vier-Wege Lordosenstütze könne bei der Anpassung weiterhelfen. Der wichtigste Abstützbereich ist das Becken (Gürtellinie). Eine leichte Unterstützung in diesem Bereich führe zu einer natürlichen Aufrichtung und somit einer angenehmen Sitzhaltung.

- Schließlich ist da noch die Kopfstütze: Hier lautet die Devise: schützen statt stützen. "Achten Sie also immer auf ein wenig Platz zwischen Kopf und Kopfstütze, um Zwangshaltungen zu vermeiden." Dies habe noch einen weiteren wichtigen Vorteil, denn das Anlehnen würde einen Sekundenschlaf begünstigen - das sollte in jedem Fall verhindert werden. Für die richtige Höhe gilt, dass die Oberkante der Kopfstütze gemeinsam mit der Oberkante Ihres Kopfes abschließt.

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