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Im Test

Geschärft in die zweite Runde

Mazda hat den CX-5 aufgefrischt, ihn markanter gestaltet und am Fahrwerk gefeilt.

Von 
Stephan Eisner
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Der neue Farbton Zircon Sand Metallic ergänzt die Palette der Außenlackierungen. © Mazda

Mannheim. Bei der Mobilität gibt es viele Punkte, die polarisieren. Einer ist das Thema SUV. Die etwas höher gelegten Limousinen sind für die einen praktisches Fortbewegungsmittel mit Platz und bequemem Einstieg – die anderen hassen sie ganz einfach. Und trotzdem zählt die Fahrzeuggattung zu den beliebtesten im Land. Mazda hat sein Volumen-SUV CX-5 nun überarbeitet und schickt ihn ganz klassisch als Verbrenner in seinen zweiten Modellzyklus.

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Seit seinem Start im Jahr 2012 dominiert der Mazda CX-5 die Absatzranglisten des japanischen Automobilherstellers. Nicht nur weltweit gehört der kompakte Crossover zu den erfolgreichsten Modellen der Marke – auch in Europa stellt er aktuell knapp 20 Prozent des jährlichen Mazda-Absatzes und war 2021 mit gut 35 000 verkauften Einheiten das zweitbeliebteste Modell der Marke. Der aktuelle CX-5 befindet sich seit 2017 auf dem Markt. Jetzt wurde er überarbeitet, die Frontpartie mit einem dominanteren Kühlergrill, dreidimensionalem Flügelmotiv, neuer Lichtsignatur der LED-Scheinwerfer und kräftigeren Stoßfängern markanter gestaltet.

Mazda CX-5 Newground

Motor: Vierzylinder-Benziner

Hubraum: 1998 ccm

Leistung: 121 kW / 165 PS

Max. Drehmoment: 213 Nm

Antrieb: Frontantrieb, Sechs-Gang-Schaltgetriebe

Höchstgeschw.: 201 km/h

Beschleunigung: 0 bis 100 km/h in 10,5 Sekunden

Verbrauch pro 100 Kilometer (Werksangaben/WLTP): 5,8 l / Testverbrauch: 6,7 l

Länge: 4575 mm, Breite: 1845 mm, Höhe: 1685 mm

Leergewicht: 1486 kg

Kofferraum: 522 bis 1638 l

Preis: 34 990 Euro

Serienausstattung: Voll-LED-Scheinwerfer, schlüsselloser Zugang, Leichtmetallfelgen, Multifunktionslederlenkrad, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Navigationssystem, Einparkhilfe plus mit Kamera, el. Heckklappe, Sitzheizung vorne, induktives Smartphone-Laden, Head-up-Display, Müdigkeitserkennung, sechs Jahre Garantie, zahlreiche Assistenzsysteme. se

Der Testwagen wurde als das sportliche Sondermodell Newground geliefert, mit silbernem Design-Unterfahrschutz an Front und Heck, silbernen Einsätzen und Sitzen in Alcantara-Optik. Die grüngelben Nähte und Einfassungen der Lüftungsdüsen muss man allerdings mögen.

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Dass Mazda schon in den vergangenen Jahren mit sehr ordentlicher Verarbeitungsqualität punktete, ist kein Geheimnis mehr – der Hersteller aus Hiroshima hat die landeseigene Konkurrenz hinter sich gelassen. Der CX-5 macht hier keine Ausnahme und präsentiert sich mit hochwertig wirkenden Materialien, die bestens verarbeitet sind. Neu ist die kabellose Ladeschale in der Mittelkonsole, die zuverlässig funktioniert. Klassische USB-Anschlüsse gibt es aber auch noch und so lässt sich Apple CarPlay oder Android Auto auf das 10,25-Zoll-Display holen. Bedient wird alles über den Dreh-Drück-Steller in der Mittelkonsole – eine Touchbedienung gibt es auch nach dem Facelift nicht.

Präzise Lenkung

Gefeilt hat Mazda am Fahrwerk. Das merkt man deutlich, der CX-5 rollt souveräner ab, der Spagat zwischen Komfort und sportlicher Rückmeldung gelingt sehr gut. Kurven nimmt er wieselflink und ohne großes Wanken. Die Lenkung unterstützt das Sicherheitsgefühl, sie ist präziser als bei anderen Fahrzeugen dieser Klasse. Das geräuscharme Abrollverhalten beeindruckt, und auch der getestete Vierzylinder-Benziner hält sich akustisch angenehm im Hintergrund. Vorne wie hinten sitzt man bequem, die hohe Seitenlinie vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit.

Dass Mazda bei Benzinern weiter auf Sauger setzt, bedeutet, mehr zu schalten. Während heute – wie nahezu bei allen Herstellern – Turbos die Benziner anschieben, setzt Mazda auf Hubraum. Der Einsatz des Turbos hilft dabei, den Hubraum zu reduzieren, und soll damit beim Spritsparen helfen – und er verleiht den Fahrzeugen einen frühen Schub, fast wie eine schöne Welle, auf der es sich surfen lässt. Der Testwagen war mit seinen 165 PS ausreichend motorisiert. Um ihn aber bei Laune zu halten, sind eben häufige Gangwechsel gefragt, was mit dem knackigen Sechsgang-Schaltgetriebe auch trefflich funktioniert. Der Testverbrauch geht mit 6,7 Liter okay. Mazda schafft es übrigens mit seinen Skyactiv-G-Benzinmotoren, ohne zusätzlichen Benzin-Partikelfilter die Anforderungen der Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM zu erreichen.

Die Überarbeitung hat dem CX-5 gutgetan, er wirkt frischer und markanter – und noch solider. Wohl auch deshalb schielt Mazda auf die koreanischen Mitbewerber und bietet eine sechs Jahre andauernde Neuwagengarantie an.

Autor Projektredakteur/Autoredakteur

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