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Gebrauchtwagenpreise ziehen weiter an

Von 
Andreas Reiners
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mid Groß-Gerau - SUVs wie der VW T-Cross sind auch als Gebrauchtwagen begehrt. © VW

Wer einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, muss immer noch vergleichsweise tief in die Tasche greifen. Denn erstmals überhaupt sind die Preise für gebrauchte Autos in Deutschland auch zum Sommeranfang nicht rückläufig. Im Gegenteil: Seit Jahresbeginn verzeichnet der AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) einen konstanten Anstieg. Im Durchschnitt muss man für ein Gebrauchtfahrzeug im Juni dieses Jahres 22.695 Euro zahlen - damit liegt der Durchschnittspreis 13 Prozent über dem Vorjahreswert vom Juni 2020 und sogar zwölf Prozent über dem Vor-Coronajahr 2019.

Auch im Vergleich zum Mai 2021 verzeichnete der AGPI für Juni durchweg konstante Preiszuwächse in fast allen Fahrzeug- und Alterssegmenten um rund ein Prozent. Am stärksten legten die Kompaktwagen mit einem Durchschnittspreis von 17.629 Euro zu.

Ähnliches gilt auch für die Alterssegmente, wobei die Spreizung hier etwas größer ausfiel. Am stärksten stiegen die Preise bei den drei bis fünf Jahre und fünf bis zehn Jahre alten Fahrzeugen; im Vergleich zum Vormonat legten diese jeweils um etwa zwei Prozent auf 22.650 beziehungsweise 14.756 Euro zu. Eine Ausnahme bildeten Young- und Oldtimer. Während sich die Youngtimer-Preise nur moderat von 6.848 Euro auf durchschnittlich 6.804 Euro reduzierten, gingen die Preise für die mindestens 30 Jahre alten Oldtimer um knapp vier Prozent herunter und sanken somit auf durchschnittlich 29.974 Euro.

Eine Erklärung für die weiterhin angestiegenen Preise dürfte in dem nach wie vor knapperen Angebot begründet liegen. Außer im Sportwagen-, Old- und Youngtimer-Segment sank es in allen Segmenten um mindestens ein (zehn bis 20 Jahre alte Gebrauchte) bis maximal sieben Prozent (Vans/Kleinbusse). Die Sportwagen sowie Old- und Youngtimer legten im Angebot sogar noch zu, während die Nachfragewerte segmentübergreifend um bis zu 20 Prozent zurückgingen.

Neu im AGPI sind Daten zur Preisentwicklung nach Antriebsarten. Hierbei zeigt sich, dass Hybrid- und Elektrofahrzeuge mit Durchschnittspreisen von 35.168 Euro und 34.571 Euro am teuersten sind. Es folgen Diesel mit 24.769 Euro, Benziner mit 20.207 Euro, mit Erdgas/CNG angetriebene Fahrzeuge mit 15.314 Euro und LPG-Fahrzeuge mit 11.395 Euro. Die deutlichste Preisentwicklung seit Jahresbeginn verzeichnen Elektrofahrzeuge, die sich von 31.031 Euro im Januar auf 34.571 Euro im Juni verteuerten. Aber auch Diesel konnten seit Januar um rund 1.000 Euro zulegen.

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