Frankfurter Flughafen erlebt dramatischen Einbruch

Von 
Ralf Loweg
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mid Groß-Gerau - In der Corona-Krise ist der Flugverkehr am Frankfurter Airport teilweise zum Erliegen gekommen. © Fraport AG

Der Flugverkehr ist in der Corona-Krise fast zum Erliegen gekommen. Eine besonders harte Landung legte der Frankfurter Flughafen hin. Der größte deutsche Airport zählte im Geschäftsjahr 2020 nur 18,8 Millionen Passagiere. Das sind 73,4 Prozent weniger als 2019, teilte die zuständige Fraport AG mit.

Der Rückgang setzte Mitte März 2020 ein, zwischen April und Juni brach der Flugverkehr wochenweise praktisch völlig zusammen, Rückgänge von bis zu 98 Prozent waren die Folge. Eine leichte Erholung wurde im Sommer verzeichnet. Doch von September an ging es wegen der verschärften Reisebeschränkungen wieder bergab.

Das führte zu einem erneuten Einbruch der Fluggastzahlen. "2020 hat die gesamte Luftfahrtbranche vor extreme Herausforderungen gestellt. Das Passagieraufkommen in Frankfurt lag auf einem Niveau wie zuletzt 1984. Ein Lichtblick war immerhin das Frachtaufkommen", sagte Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG.

Die Zahl der Flugbewegungen schrumpfte 2020 in Frankfurt um 53,3 Prozent auf 212.235 Starts und Landungen. Der Luftfracht-Umschlag lag bei knapp 2,0 Millionen Tonnen, was einen vergleichsweise geringen Rückgang von 8,3 Prozent bedeutet. Alleine im Dezember 2020 ging das Fluggastaufkommen um 81,7 Prozent auf 891.925 Passagiere zurück.

Der Impfstart macht Stefan Schulte allerdings etwas Hoffnung, dass die Reisebeschränkungen vom Frühjahr 2021 an schrittweise abgebaut werden. Für die zweite Jahreshälfte erwartet der Fraport-Chef eine "deutliche Belebung des Passagierverkehrs".