Fehlende Lkw-Stellplätze: ADAC fordert Maßnahmen

Von 
Andreas Reiners
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mid Groß-Gerau - Brummifahrer suchen oft vergeblich einen Stellplatz. © Pixabay/Schwoaze

Autofahrer kennen das Bild: Lkw, die auf Raststätten wild in der Gegend parken. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Es gibt zu wenig Stellplätze. Rund 94.000 Lkw-Fahrer stehen jede Nacht vor der Herausforderung, entlang der Autobahn einen Stellplatz zu finden. Erfolgreich sind dabei jedoch nur etwa 70.000 Brummifahrer. Heißt: Rund 23.500 Plätze fehlen, so dass die Fahrer gezwungen sind, ihr Fahrzeug verbotswidrig abzustellen.

Das zeigen Zahlen, die die Bundesanstalt für das Straßenwesen (BASt) jüngst veröffentlicht hat. Die meisten Plätze fehlen laut BASt in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Damit hinkt die Lkw-Stellplatzkapazität dem Bedarf immer noch weit hinterher.

Aus Sicht des ADAC ist ein weiterer zügiger Ausbau der Lkw-Stellplatzkapazitäten zwingend erforderlich. Die prognostizierte weitere Zunahme des Schwerverkehrs in den kommenden Jahren unterstreiche die Dringlichkeit des Ausbaus.

Die Empfehlungen des ADAC: Kapazitäten an bestehenden sowie bei neuen Rastanlagen durch intelligente Parksysteme erweitern. Auch private Firmengelände sollten stärker für die Nutzung in Betracht gezogen werden. Die Einführung eines Parkleitsystems, das Lkw-Fahrer über die Belegung von Stellplätzen frühzeitig informiert, steckt bislang noch in den Anfängen. Der Bund sei gefordert, den Ausbau der Stellplatz-Kapazitäten zügig voranzutreiben und auch die Schaffung von Plätzen durch Privatinvestoren zu fördern.