Erhöhte Aerodynamik für den Porsche 911 GT3

Von 
Lars Wallerang
Lesedauer: 
mid Groß-Gerau - Der neue Porsche 911 GT3 ist zwar ein Serienwagen, seine Performance bewegt sich aber ganz nah an der Rennstrecke. © Porsche

Der Porsche 911 GT3 ist ein Serienfahrzeug mit sehr sportlichen Eigenschaften. Porsche nähert den Boliden immer mehr dem Rennsport an. Der neue 911 GT3 besitzt vor allem eine erhöhte Aerodynamik. Porsche verfolgt bei allen Veränderungen das Ziel, die Performance des Hochleistungssportwagens weiter zu steigern, ohne dabei an Alltagstauglichkeit einzubüßen.

Erstmals ist bei einem Porsche-Serienfahrzeug ein hängend angebundener Heckflügel verbaut. Seine Schwanenhals-Aufhängung kommt in ähnlicher Form beim GT-Rennfahrzeug 911 RSR, sowie beim Markenpokal-Rennwagen 911 GT3 Cup zum Einsatz.

Da zwei Aluminium-Winkel das Flügelelement von oben halten, kann der Fahrtwind die aerodynamisch empfindlichere Unterseite störungsfrei umfließen. Die auf diese Weise reduzierten Strömungsverluste erhöhen den Abtrieb und führen gemeinsam mit vielen weiteren Detailmaßnahmen zu einem gut ausbalancierten Anpressdruck.

"Wir haben die Aerodynamik des neuen 911 GT3 in rund 700 verschiedenen Simulationen entwickelt. Für den Feinschliff waren wir mit dem Auto mehr als 160 Stunden im Windkanal", sagt Aerodynamiker Mathias Roll. Der Anstellwinkel des neuen Heckflügels lässt sich in vier Stufen einstellen. Passend dazu kann der Front-Diffusor ebenfalls vierstufig angepasst werden. Bereits in der Auslieferungsstellung generiert der neue 911 GT3 bei 200 km/h 50 Prozent mehr Abtrieb als sein Vorgänger.

Mit großer Ingenieurskunst ist auch am 4-Liter-Benzinmotor gefeilt worden: . "Insgesamt ist der Motor des neuen GT3 mehr als 22.000 Stunden auf dem Prüfstand gelaufen", berichtet Thomas Mader, Projektleiter GT-Straßenmotoren. "Dabei haben wir immer wieder typische Rundstreckenprofile simuliert und sind einen sehr hohen Volllastanteil gefahren."

Der gierig auf Gaspedalbefehle ansprechende Antrieb basiert auf dem Rennaggregat des GT3-Rennfahrzeugs 911 GT3 R und kommt praktisch unverändert auch im 911 GT3 Cup zum Einsatz. Mit 375 kW/510 PS ist er nochmals zehn PS stärker als im Vorgängermodell und erreicht seine Spitzenleistung bei 8.400/min. Erst bei 9.000 Touren limitiert die Elektronik die Drehfreude. Das maximale Drehmoment stieg von 460 auf 470 Newtonmeter.

Porsche bietet den neuen 911 GT3 ab 170.969 Euro inklusive Mehrwertsteuer und länderspezifischer Ausstattung an. Die Auslieferung soll im Mai 2021 starten.

AdUnit urban-intext1