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Elektromobilität boomt, bei Lithium droht Engpass

Von 
Solveig Grewe
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mid Groß-Gerau - Die weltweiten Absatzzahlen für Elektroautos schnellen in die Höhe, so dass beim Rohstoff Lithium Versorgungslücken drohen. © A.Krebs / pixabay.com

Weltweit haben sich die Absatzzahlen von Elektrofahrzeugen im Jahr 2021 im Vorjahresvergleich verdoppelt. Für die kommenden zwei Jahre erwartet der Kreditversicherer Allianz Trade jeweils ein Plus von 50 Prozent bei den Verkaufszahlen, warnt aber vor Versorgungsengpässen beim Lithium. Fast die Hälfte aller verkauften Elektroautos wurde in China unter das Volk gebracht, gefolgt von Europa. In den USA haben sich Absatzzahlen zwar ebenfalls verdoppelt, insgesamt blieb die Stückzahl allerdings weiterhin recht gering.

"Die Elektromobilität hat den Turbo gezündet", sagt Ano Kuhanathan, Head of Corporate Research bei Allianz Trade. "Damit dieser Motor weiterhin surrt, sind jetzt weitere Investitionen in die Elektrifizierung des Verkehrs notwendig, insbesondere bei der Ladeinfrastruktur." Ganz entscheidend sei zudem, dass die Branche nun die Weichen stelle, um eine mögliche Versorgungslücke von über 500.000 Tonnen Lithiumkarbonat bis 2030 zu schließen. Sonst würde das Wachstum in diesem Sektor stark ausgebremst. Die Unternehmen sollten frühzeitig sowohl in produktionssteigernde Technologien als auch in die Förderung investieren.

Bis der Markt eine kritische Größe erreicht hat, spielt neben den Investitionen der Unternehmen die Förderung durch die Politik eine entscheidende Rolle. Im Jahr 2021 sind die weltweiten Ausgaben für Elektromobilität (Fahrzeuge und Ladegeräte) um mehr als 75 % gestiegen. Während sie in den Jahren zuvor allerdings nur einen kleinen Teil der weltweiten Investitionen in die Energiewende ausmachten, lag ihr Anteil im Jahr 2021 bei über 36 Prozent der Gesamtinvestitionen.

"Deutschland ist dabei Vorreiter. Hier lagen, wie auch in Großbritannien, Investitionen in die Elektrifizierung des Verkehrs bei über 50 Prozent der gesamten Investitionen in die Energiewende", betont Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in der aus den Länder Deutschland, Österreich und der Schweiz bestehenden DACH-Region.

Damit diese Entwicklung weiter voran schreiten könne, sei die Akzeptanz der Verbraucher von großer Bedeutung. Ihr Blick auf das Thema Elektromobilität habe sich sowohl in Hinblick auf die Reichweite der Batterien sowie auf die Kosten seit 2019 verbessert. Weiterhin sehr kritisch betrachtet werde die Situation bei den Ladestationen. Hier sieht Allianz Trade eine wichtige Stellschraube, um Wachstumspotenziale zu heben.

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