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Elektromobilität "ausgebremst"

Von 
Lars Wallerang
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mid Groß-Gerau - VDA-Präsidentin Hildegard Müller: "Diese Einigung ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher mehr als enttäuschend." © VDA

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) übt Kritik an der Kürzung von Elektro-Subventionen. Die Bundesregierung hatte sich darauf geeinigt, die Förderung für E-Autos deutlich zu kürzen und für Hybrid-Modelle ganz abzuschaffen.

"Diese Einigung ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher mehr als enttäuschend", sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller. In Zeiten steigender Kosten und Belastungen sei die Entscheidung, die Förderung einseitig und umfassend zu kürzen, nicht nachvollziehbar. Verbraucher würden im Stich gelassen und der Hochlauf der E-Mobilität ausgebremst.

Im vergangenen Jahr gaben 63 Prozent der Befragten in einer Allensbach Umfrage an, dass die Kosten für die Anschaffung eines E-Autos zu hoch sind. "Die Prämie war hier ein wichtiges Instrument, um entsprechend gegen zu wirken und mehr Menschen den Weg in die E-Mobilität zu erleichtern", erklärt die VDA-Präsidentin. "Klimapolitische Investitionen zahlen sich langfristig immer aus, der Rotstift ist an dieser Stelle kontraproduktiv und nicht nachhaltig."

Die Förderung langfristig abzubauen sei aber richtig, der Zeitpunkt jetzt wiederum der falsche: Das Elektroauto werde schrittweise und durch den zunehmenden Umbau von Werken zum Massenprodukt. "Dazu werden dann weitere Technologiesprünge und Skaleneffekte kommen, so dass die Kosten für ein Elektroauto sicher weiter sinken werden - sie werden dann sogar niedriger sein können als beim Verbrenner - damit können dann natürlich auch die Fördermaßnahmen entfallen."

Auch der Autoclub ACE hält die Kürzung für problematisch: "Zwar erhalten Käuferinnen und Käufer eines E-Autos Planungssicherheit über das Jahr 2022 hinaus, jedoch stehen dem eine Senkung der individuellen Förderung und eine Deckelung der Gesamt-Fördersumme entgegen", sagt Stefan Heimlich, Vorsitzender des ACE Auto Club Europa. "Denn diese 3,4 Milliarden Euro reichen maximal zur Förderung von rund 1,1 Millionen E-Autos." Damit bleibe fraglich, wie die Bundesregierung das selbstgesetzte Ziel von 15 Millionen batterieelektrische Pkw auf Deutschlands Straßen bis 2030 erreichen will.

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