Ein Lexus-Pionier feiert Geburtstag

Von 
Andreas Reiners
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mid Groß-Gerau - Vom Lexus LFA werden nur 500 Exemplare gebaut. © Lexus

Ein legendärer Supersportwagen wird zehn Jahre alt: Der Lexus LFA war von Anfang an auf nur 500 Exemplare limitiert und festigte den guten Ruf von Lexus als Hersteller von Hochleistungsfahrzeugen. Hinzu kommt: Der LFA hat jedes weitere Modell der Premium-Marke beeinflusst, er leistete vor allem Pionierarbeit bei Antriebs- und Materialtechnologien.

Die Ursprünge der Lexus-Legende reichen bis ins Jahr 2000: Im Zuge eines Forschungs- und Entwicklungsprojektes wollte Lexus einen reinrassigen Supersportwagen bauen. Der erste Prototyp wurde 2003 fertiggestellt und drehte schon ein Jahr später seine ersten Runden auf der Nürburgring-Nordschleife. Der 2005 vorgestellten Design-Studie folgte zwei Jahre später ein seriennahes Konzept-Fahrzeug. Ein Prototyp startete 2008 zudem beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring und stellte sich der ultimativen Bewährungsprobe für Leistung und Qualität, ehe Lexus auf der Tokio Motor Show 2009 den Produktionsstart ankündigte.

Los ging es Ende 2010 im Lexus-Werk in Motomachi. Durch die hohen Ansprüche an Präzision und Perfektion konnte gerade einmal ein Fahrzeug pro Tag produziert werden, für den Motor zeichnete dabei ein Techniker allein verantwortlich.

Das Herz des Lexus LFA bildete ein völlig neuer 4,8-Liter-V10-Saugmotor. Der Motor war zwar kleiner und hatte weniger Zylinder als konkurrierende Supersportwagen, entwickelte jedoch eine außergewöhnliche Leistung von 412 kW/560 PS. Der Modellathlet beschleunigte in 3,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und weiter bis zur Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h.

Um das volle Potenzial des Lexus LFA auch auf der Rennstrecke auszuschöpfen, entwickelte die Premium-Marke zusätzlich das Nürburgring-Paket. Es umfasste unter anderem eine steifere Aufhängung, Hochleistungsreifen auf leichteren geschmiedeten Leichtmetallfelgen und zusätzliche aerodynamische Details. Ein neuer Frontspoiler, vordere Winglets und ein feststehender Heckflügel im GT-Stil maximierten den Abtrieb. Gleichzeitig wurde das Fahrzeug um zehn Millimeter abgesenkt. Um den zusätzlichen Luftwiderstand zu kompensieren, wurde die Motorleistung auf 420 kW/571 PS erhöht.