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Geschichte - Autos, die vor 30 Jahren in den Verkehr gekommen sind, können unter gewissen Voraussetzungen als Oldtimer zugelassen werden

Diese Autos sind reif fürs H-Kennzeichen

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tmn
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© dpa-tmn

Flensburg/Bochum. Jedes Jahr können weitere Automodelle für ein historisches H-Kennzeichen in Frage kommen. Ein Kriterium ist die erreichte Altersschwelle von 30 Jahren. Unter den Typen, die im Laufe des Jahres 2022 dafür infrage kommen, sind diese sieben Modelle (Preiseinschätzungen von Classic Data in Bochum):

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VW Vento: Der neue Name brachte auch keinen frischen Wind bei den Verkäufen. Der Vento blieb wie sein Vorgänger Jetta und auch sein Nachfolger Bora ein Ladenhüter. Das Konzept des Stufenheck-Golfs fand in anderen Teilen der Welt weit mehr Anklang. Ausschließlich als Viertürer gebaut, arbeitete neben gängigen VW-Motoren auch ein VR6 mit 128 kW/174 PS unter der Haube. Vorn leuchteten anders als beim Golf III nicht runde, sondern eckige Scheinwerfer.

Preis für einen Vento 1.8 mit 66 kW/90 PS im Erhaltungszustand 2: 2800 Euro (Erhaltungszustand 3: 1600 Euro).

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Mazda RX-7: Klappscheinwerfer, kompakte Karosserie und Biturbo-Aufladung – Mazdas RX-7, der 1992 in dritter und letzter Generation auf den deutschen Markt kam, ist nicht nur ein gesuchtes Modell. Sondern er ist auch ein veritabler Sportwagen, der manchem Porsche das Wasser reichen kann. Der drehfreudige Wankelmotor mit 176 kW/239 PS aus 1,3 Litern pfeffert den leichten Zweisitzer in gut fünf Sekunden auf 100 km/h, bei Tempo 250 ist Schluss. Bis 1996 gab es das 4,30 Meter kurze und 1,23 Meter flache Modell zu kaufen.

Preis im Zustand 2: 29 700 Euro (3: 18 200 Euro).

Ford Scorpio Turnier: Fließheck und Stufenhecklimousine von Fords großem Pkw waren als Nachfolger des Granada schon seit den 1980ern im Programm. Mit der Modellpflege 1992 folgte der Kombi Turnier. Ein Konkurrent des T-Modells von Mercedes, nur billiger, dafür aber mit serienmäßiger Niveauregulierung. Der Kofferraum bot 500 Liter Volumen, bei umgeklappter Rückbank auf 1600 Liter erweiterbar.

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Preis für einen Scorpio Turnier mit 88 kW/120 PS DOHC-Zweiliterbenziner im Zustand 2: 3100 Euro (3: 1600 Euro).

Aston Martin Virage Volante: Die Rückleuchten erinnern an den VW Scirocco, die Frontscheinwerfer waren die gleichen, die auch im Audi 200 verbaut wurden. Doch als das Luxus-Cabrio gebaut wurde, gehörte Aston Martin zu Ford. Unter US-Ägide sollte der angeschlagene britische Autobauer wieder auf die Beine kommen. Die offene Version des Virage GT mit versteifter Karosserie war als 2+2-Sitzer konzipiert, als Teilzeit-Dach fungierte ein Stoffverdeck, das Interieur wurde standesgemäß handgefertigt. Kraftbolzen unter der langen Fronthaube war ein V8-Motor mit 5,3 Litern Hubraum.

Preis für einen Virage Volante mit 228 kW/310 PS im Zustand 2: 68 000 Euro (3: 48 000 Euro).

Audi S4 V8 Quattro: Als Nachfolger des Audi 200 Quattro 20V trat 1991 der erste S4 mit einem bereits leistungsstarken Fünfzylinder an. 1992 legte man mit dem Achtzylinder eine Schippe drauf: Der S4 V8 Quattro schöpfte aus 4,2 Litern Hubraum 206 kW/280 PS, stemmte bis zu 400 Newtonmeter Drehmoment auf die Straße. Spitze: knapp 250 km/h – der schnellste unter den Sportderivaten des Audi 100 mit Straßenzulassung. Gebaut wurde das Modell als Stufenheck und Kombi bis 1994.

Preis im Zustand 2: 16 500 Euro (3: 10 500 Euro).

Honda CRX del Sol: 1992 wurde mit dem VW Scirocco ein bekanntes Coupé eingestellt. Honda verfeinerte dagegen die dritte Generation seines Modells in dem kleinen Sportsegment und brachte vom auf dem Civic basierenden CRX eine Targa-Version. Das abnehmbare Hardtop des del Sol konnte im Kofferraum verstaut werden. Zudem war die Heckscheibe versenkbar, stehen blieb indes der Überrollbügel. Angeboten wurde das Modell mit einem 1,6-Liter-Vierzylinder mit 92 kW/125 PS und 118 kW/160 PS. Preis für einen CRX del Sol ESi mit 92 kW/125 PS im Zustand 2: 6800 Euro (3: 4000 Euro).

BMW M5 Touring: 1988 war die zweite Generation des M5, der hochgezüchteten Version des 5er mit Rennsportgenen gestartet. 1992 folgte eine Modellpflege. Die brachte nicht nur eine Leistungssteigerung des Reihensechszylinders auf nunmehr 250 kW/340 PS aus 3,8 Litern, sondern fortan stand der Limousine auch der Kombi Touring zur Seite. 5,9 Sekunden benötigte der flinke Lademeister für den Sprint von 0 auf 100 km/h. Spitze: 250 km/h. Nur 891 Exemplare verließen die Werkshallen in Garching.

Preis für einen M 5 Touring (E34/5S) im Zustand 2: 43 500 Euro (Zustand 3: 24 900 Euro). tmn

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