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Die mid-Zeitreise: Volvo F4: Sportlicher Kombi für den etwas anderen Transport

Von 
Motor-Informations- Dienst (mid)
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mid Groß-Gerau - Mit seinem neuen sportlichen Kombi setzt Volvo im Jahr 1995 eine große Tradition in diesem Bereich fort und fügt seinem Erfolgsmodell 850 ein knapp unterhalb platziertes Mittelklasse-Modell hinzu. © Archiv Motor-Informations-Dienst (mid)

Am 11. Dezember 1995 berichtete der Motor-Informations-Dienst (mid) im 40. Jahrgang über den Volvo F4.

Auch in Italien, dem Land der rassigen Sportwagen, pfiffigen Kleinstautos und eleganten Limousinen, kommt das Schweden-Design a la Volvo immer besser an. In diesem Jahr wird die Automobilmarke dort etwa 25.000 Autos verkaufen und damit einen Marktanteil von über 1,5 Prozent erringen. Kein Wunder also, dass sich Volvo für die Weltpremiere seines neuen Mittelklasse-Kombis F4 ausgerechnet die letzte große Automobilmesse des Jahres, die Motor Show in Bologna, ausgesucht hat.

Die Frontpartie des F4 ist identisch mit der in Frankfurt auf der IAA im Herbst vorgestellten Limousinen-Version S4. Erst ab der C-Säule werden die Unterschiede deutlich, schließt sich dem Dach eine leicht gewölbte Heckscheibe an. Die weit öffnende Heckklappe macht Platz für 413 Liter Gepäck nach VDA-Norm und bis zu 1.421 Liter Ladung, wenn die ein Drittel zu zwei Drittel umklappbaren Rücksitzlehnen vollständig umgelegt sind. Die Beladung wird durch die nur 51 Zentimeter hohe Ladekante erleichtert.

Trotzdem zeigen schon diese Werte, dass der F4 weniger als Raummeister überzeugen will, sondern sich mehr in die Reihe der Edelkombis einreiht. Neben dem für einen Volvo außerordentlich modernen Design, mit weicher Linienführung und einer abgerundeten Karosserie, wird der F4 vor allem durch eine in seiner Klasse einmalig komplette Sicherheitsausstattung und einen recht niedrigen Einstandspreis die Kunden von seinen Qualitäten zu überzeugen versuchen.

Zwar stehen die endgültigen Preise noch nicht fest, doch darf mit einem Grundpreis von 37.000 bis 38.000 DM gerechnet werden. Dafür sind zwei Airbags, ein Anti-Blockier-System und das SIPS-Seitenaufprallschutzsystem inklusive zwerer Seiten-Airbags im Preis enthalten. Zum Antrieb stehen vorerst die gleichen zwei Benzinmotoren bereit, die auch im S4 angeboten werden. Der 1,8-Liter leistet 85 kW/115 PS, hat ein maximales Drehmoment von 165 Newtonmetern und beschleunigt in 10,5 Sekunden von Null auf Hundert. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 195 km/h und sein Drittelmix-Verbrauch liegt bei 8 Litern Super bleifrei. Die stärkere 2-Liter-Variante leistet 100 kW/137 PS, hat ein maximales Drehmoment von 183 Newtonmetern und benötigt 9,3 Sekunden für den Spurt aus dem Stand auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Volvo mit 210 km/h an und den Drittelmixverbrauch mit 8,4 Litern Super bleifrei. Beide Motoren sind vollständig aus Aluminium gefertigt und für beide steht auf Wunsch auch ein Automatik-Getriebe zur Verfügung.

Es steht fest, dass sowohl die Limousine S4 als auch der Kombi F4 im Frühjahr auf den deutschen Markt kommen werden, weniger klar ist jedoch, unter welchem Namen. Da die VW-Tochter Audi die Bezeichnung S4 schon verwendet hat, ist Volvo zur Zeit auf der Suche nach einer neuen Bezeichnung. Dies könnte jedoch die gesamte ausgeklügelte neue Strategie bei der Namensgebung ins Wanken bringen und somit auch eine Änderung beim F4 zur Folge haben.

Doch ob als F4 oder unter anderem Namen: Mit seinem neuen sportlichen Kombi setzt Volvo eine große Tradition in diesem Bereich fort und fügt seinem Erfolgsmodell 850 ein knapp unterhalb platziertes Mittelklasse-Modell hinzu. Wer sein Hab und Gut auf etwas andere Art fortbewegen will, findet im Volvo F4 eine sichere, qualitativ hochstehende und dynamisch gestylte Alternative.

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