Die mid-Zeitreise: Opel "Concept M": Attraktive Studie geht schon bald in Serie

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Motor-Informations- Dienst (mid)
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mid Groß-Gerau - Grundgedanke bei der Entwicklung des "Concept M" war, die erfolgreichen Eigenschaften des Zafira auf die nächst tiefere Fahrzeugklasse zu übertragen. © Archiv Motor-Informations-Dienst (mid)

Am 4. März 2002 berichtete der Motor-Informations-Dienst (mid) im 47. Jahrgang über die Opel-Studie "Concept M".

Nicht immer werden die zu Blech verarbeiteten Ideen der Designer und Entwickler auch Wirklichkeit. Häufig lebt eine innovative Form sogar nur eine Messe lang. Ein solches Schicksal droht dem "Concept M" von Opel auf jeden Fall nicht. Zwar feiert der zwischen dem Agila und dem Zafira angesiedelte Van in Genf noch als Studie seine Weltpremiere, doch bereits in diesem, spätestens jedoch Anfang nächsten Jahres geht das attraktive Automobil in Serie.

Grundgedanke bei der Entwicklung des "Concept M" war, die erfolgreichen Eigenschaften des Zafira - langer Radstand, hohe Sitzposition und große Variabilität - auf die nächst tiefere Fahrzeugklasse zu übertragen. Ausgesprochen kompakt sind daher auch seine Maße ausgefallen: Mit 4,05 Meter ist er 27 Zentimeter kürzer als ein Zafira und mit 1,62 Meter 1,5 Zentimeter niedriger. Nur in der Breite übertrifft der Viersitzer mit 1,78 Meter seinen großen Bruder um fast vier Zentimeter. Dank der kurzen vorderen und hinteren Überhänge sowie dem großzügigen Radstand von 2,63 Metern wirkt der Van optisch kompakt und markant.

Dieser Eindruck wird durch das frische Design unterstrichen. Vor allem die kraftvolle Frontpartie mit den großen Scheinwerfern, dem kantigen Stoßfänger und dem schlichten Kühlergrill geben dem "Conzept M" ein modernes und eigenständiges Gesicht. Im Vergleich zur Front ist das Heck mit den groß dimensionierten seitlichen Leuchten und einer leicht gewölbten Heckklappe deutlich unauffälliger. Der Stoßfänger hinten ist kräftig ausgeprägt, ohne dabei jedoch bullig zu wirken. Dezente Highlights setzen die Chromleisten am Heck und an den Seiten.

Ins Auge fällt auch die hohe, nach hinten noch einmal leicht ansteigende Gürtellinie. Im Inneren ist es genau diese Linie, die den Insassen ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit suggeriert. Dank der vier großen Türen und der hohen Sitzposition kann jeder Passagier bequem ein- oder aussteigen. Innen genießt er dann ein üppiges Raumangebot mit viel Bein- und Kopffreiheit. Die Mittelkonsole verläuft als Schiene bis zwischen die Fondsitze. Auf dieser Schiene sind Cup-Holder und Stauboxen angeordnet. Auch am Dachhimmel läuft eine Konsole mit zusätzlichem Stauraum und einem integrierten DVD-System vom Vorderbereich Richtung Fond. Auf einem Sieben-Zoll-Bildschirm können sich die hinteren Passagiere zum Beispiel Spielfilme ansehen. Das Gepäck findet bei einem Kofferraumvolumen von 380 Litern ausreichend Platz. Durch Umklappen der Rückbank lässt sich der Stauraum auf insgesamt 880 Liter vergrößern.

Futuristisch mutet vor allem das Cockpit an. Als zentrale Einheit fungiert ein so genannter PDA (Personal Digital Assistant), der im Armaturenbrett eingeklickt wird. Einstellungen zum Beispiel der Heizung oder der Klimaanlage erscheinen dann auf dem Display dieses mobilen Rechners. Auch Telefon- oder Internet-Verbindungen können über den PDA realisiert werden. Die Instrumententafel besteht aus einem frei konfigurierbaren Bildschirm, auf dem alle wichtigen Informationen, sogar die des Navigationssystems, eingeblendet werden.

Auch beim Antriebskonzept gibt die Studie einen Ausblick in die Zukunft. Der Van wird mit einem umweltfreundlichen 1,6-Liter Erdgas-Turbomotor betrieben. Basis dieses leicht modifizierten Aggregats ist das 1,6-Liter Ecotec-Triebwerk aus dem Konzern-Regal. Mit 110 kW/150 PS erreicht der 16-Ventiler eine Höchstgeschwindigkeit von 202 km/h und beschleunigt von Null auf Hundert in 9,8 Sekunden. Kombiniert ist der Antrieb mit einer Easytronic-Schaltung. Das Gas wird in einem 65-Liter-Tank aufbewahrt, zudem ist noch ein 15-Liter-Benzintank im Fahrzeug integriert.

Was nun tatsächlich in einem Serienfahrzeug umgesetzt wird und wann Produktionsstart sein könnte, ist noch nicht endgültig geklärt. Vielfach wird durchaus noch das laufende Jahr für möglich gehalten.