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Designchef Diez von Seat und Cupra im Interview

Von 
Solveig Grewe
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mid Groß-Gerau - Für Jorge Diez, Designchef bei Seat und Cupra, müssen Fahrzeuge eine magische Anziehungskraft versprühen. © Cupra

Mehr als 20 Jahre ist Jorge Diez im Automobildesign tätig. Seit dem 1. Dezember 2020 bringt er seine Expertise als Designchef bei Seat und Cupra ein. Im Interview spricht Diez über gutes Design, die Arbeit bei Cupra und wie es in Zukunft auf unseren Straßen aussehen könnte.

Was zeichnet in Ihren Augen gutes Automobildesign aus?

"Gutes Automobildesign transportiert Gefühle und ist ausdrucksstark", erklärt Díez. Für ihn müssen Fahrzeuge eine magische Anziehungskraft versprühen: "Wenn ich vor einem Fahrzeug stehe, dann möchte ich meinen Blick davon nicht mehr lösen können. Es muss in mir das Verlangen wecken, genauer hinzuschauen und jedes Detail aufsaugen zu wollen." Automobildesign verwende seine ganz eigene Sprache, erklärt Díez: "Autos können ohne Worte reden."

Werfen wir einen Blick auf die Designsprache von Cupra : Was gefällt Ihnen besonders?

"Cupra hat über die vergangenen Jahre eine sehr eigenständige Identität entwickelt", merkt Díez an. "Mit einer neuen Marke zu arbeiten, bietet sehr viele Freiräume. Wer wir sein wollen, können wir ohne irgendwelche Grenzen selbst bestimmen. Es ist ein ungemein spannender Prozess, die Designsprachen - und damit auch die DNA - einer Marke zu entwickeln. Wo soll die Reise hingehen? Was macht die Marke aus? Mittlerweile haben wir eine Linie mit Wiedererkennungswert gefunden."

Der Designchef führt einige Beispiele an: "Die neue Linie lässt sich an unserem einzigartigen Kupferton erkennen, der den Sonnenuntergang von Barcelona widerspiegelt. Aber auch an den Lichtern der Fahrzeuge, die die Entschlossenheit in unseren Augen aufgreifen. Und nicht zuletzt an den skulpturalen Oberflächen und an den unerwarteten Details."

Díez schätzt, dass in das Design von Cupra - wie beim Kupferton - der Charakter der Region mit einfließt: "Wir sind hier in Barcelona - diese Stadt hat ihren ganz eigenen Charakter, geprägt durch ihre Architektur, das Mittelmeer und die Menschen, die hier leben. Diese Stadt ist ausdrucksstark, manchmal auch etwas laut. Und das fließt natürlich in das Design unserer Fahrzeuge ein." Ein enorm wichtiger Prozess, wie Díez betont: "So transportieren wir nicht einfach ein Produkt in ein anderes Land, sondern haben die Chance, unsere Kultur weiterzutragen."

Was denken Sie: Wie werden Autos in der Zukunft aussehen?

"Autos sind vollständig mit den gesellschaftlichen Entwicklungen ihrer Zeit verbunden. Aktuell sehen wir eine Revolution der Technologie und der Bildung. Dabei müssen wir uns die Frage stellen: Wie werden die Unternehmen diese Technologie annehmen und für sich nutzen?", sagt Díez. Bei Cupra sieht er eine klare Richtung: "Wir lieben es zu fahren und möchten nicht, dass uns die Technologie die Freude am Fahren nimmt. Daher wollen wir keine langweiligen Autos bauen. In Zeiten der Elektromobilität braucht es Fahrzeuge, die Emotionen provozieren. Am Ende haben wir nur ein Leben, und Emotionen sind der wichtigste Bestandteil davon."

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