Das halten Autofahrer von den deutschen Straßen

Von 
Rudolf Huber
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mid Groß-gerau - Frostschäden: Der Zustand der Straßen lässt oft zu wünschen übrig. © ACE

Der Zustand der deutschen Verkehrswege lässt häufig zu wünschen übrig. Ganz einfach, weil über Jahre zu wenig investiert wurde. Entsprechend unzufrieden könnten Autohalter also mit ihren Straßen und Autobahnen sein. Doch eine aktuelle Umfrage von AutoScout24 kommt jetzt zu einem ganz anderen Ergebnis.

Danach bewerten 36 Prozent der Autofahrenden die Verkehrswege in ihrem Umfeld als "gut" sechs Prozent sogar mit "sehr gut". Rechnet man die 35 Prozent hinzu, die zumindest ein "befriedigend" aussprechen, zeigt sich: Drei Viertel der Fahrenden, nämlich 77 Prozent, sind mit dem Zustand der Verkehrsinfrastruktur zufrieden. Auf der anderen Seite stehen 22 Prozent, die zum Teil deutlichen Optimierungsbedarf beim Blick auf Deutschlands Straßen sehen: 14 Prozent geben die Note "ausreichend", sieben Prozent die Note "mangelhaft" und ein Prozent sagt sogar: "Ungenügend!". Die durchschnittliche Bewertung liegt bei der Note 2,8.

Beim genauen Blick auf die Zahlen zeigt sich, dass vor allem Männer und jüngere Autofahrer den Daumen heben, wenn sie den Zustand der hiesigen Verkehrswege bewerten sollen. So vergeben 47 Prozent der Männer die Noten "gut" und "sehr gut", doch nur 38 Prozent der Frauen verteilen Bestnoten. Noch deutlicher wird der Kontrast beim Blick auf die Altersgruppen. So vergibt jeder Zweite zwischen 18 und 39 Jahren die Bewertungen "gut" und "sehr gut", wenn es um die Straßen im eigenen Umfeld geht.

Ältere scheinen hingegen mehr Schlaglöcher, Spurrillen und porösen Asphalt auf ihren Straßen zu sehen. Entsprechend stellen ihnen nur 40 Prozent der Fahrenden zwischen 40 und 49 Jahren ein gutes oder gar sehr gutes Zeugnis aus. In der Altersklasse von 50 bis 65 Jahren sind es sogar nur 37 Prozent, die Bestnoten vergeben. Zwölf Prozent der Generation 50 plus schreiben Herrn Scheuer hinsichtlich des aktuellen Zustands der Straßen und Verkehrswege sogar ein "Mangelhaft" oder "Ungenügend" ins Zeugnis.