Das denken die Deutschen über E-Mobilität wirklich

Von 
Ralf Loweg
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mid Groß-Gerau - VW will mit dem ID.3 auf die elektrische Überholspur. © VW

Die Elektromobilität hat in Deutschland keinen leichten Stand. Denn trotz staatlicher Förderung und gewachsener Modell-Vielfalt reagieren viele Menschen mit Zurückhaltung.

Derzeit sind knapp neun von zehn Autofahrern (90,4 Prozent) mit einem Diesel oder Benziner unterwegs, wie jetzt eine Umfrage im Auftrag von mobile.de zeigt. Die Zurückhaltung beim Kauf eines E-Autos liegt dabei nach Angaben der Befragten vor allem an den zu hohen Anschaffungskosten (53,5 Prozent) und der geringen Reichweite aktueller Fahrzeuge (49,5 Prozent).

Allerdings sind auch die unzureichende Ladeinfrastruktur in Deutschland (38,3 Prozent), Vorbehalte hinsichtlich der Umweltbilanz von Stromern (35,3 Prozent) und die aktuell gängige Ladedauer (33,2 Prozent) Gründe, die für die Befragten bislang gegen die Anschaffung eines reinen E-Autos sprechen.

Sicherheitsbedenken, etwa aufgrund eines möglicherweise erhöhten Brandrisikos, spielen dagegen kaum eine Rolle (13,4 Prozent). Auch das charakteristische Fahrgefühl eines Verbrenners und die Optik aktueller Modelle (jeweils 3,9 Prozent) spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Trotz aller Vorbehalte gegenüber E-Autos: Unter idealen Umständen würden immerhin 57,1 Prozent der Befragten den Kauf eines E-Autos zumindest in Erwägung ziehen. Doch etwa jeder Dritte (30,1 Prozent) würde den Kauf dennoch ablehnen. Der Rest zeigt sich in dieser Frage unentschieden.