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Automatisiertes Fahren mit Stern

Von 
Lars Wallerang
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mid Groß-Gerau - Ab dem 17. Mai 2022 in Deutschland verfügbar: der EQS (V297) mit "Drive Pilot". © Mercedes-Benz

Das System für hochautomatisiertes Fahren (SAE-Level 3) soll ab dem 17. Mai 2022 als Sonderausstattung für die S-Klasse zum Preis von 5.000 Euro sowie für den EQS zu 7.430 Euro (Fahrassistenz-Paket Plus: 2.430 Euro und "Drive Pilot": 5.000 Euro) jeweils bestellbar sein. Die Preise verstehen sich exklusive Mehrwertsteuer. Damit betrachtet sich Mercedes-Benz als den weltweit ersten Automobilhersteller mit einer international gültigen Zertifizierung für hochautomatisiertes Fahren, der ein solches System ab Werk optional für Fahrzeuge aus der Serienproduktion anbietet.

"Drive Pilot" ermöglicht es Kunden, bei hohem Verkehrsaufkommen oder Stausituationen auf geeigneten Autobahnabschnitten in Deutschland bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h die Fahraufgabe unter bestimmten Bedingungen an das System zu übergeben. Nach Aktivierung von "Drive Pilot" regelt das System Geschwindigkeit und Abstand und führt das Fahrzeug innerhalb der Spur. Streckenverlauf, auftretende Streckenereignisse und Verkehrszeichen werden ausgewertet und berücksichtigt.

Das System baut auf der Umfeldsensorik des Fahrassistenz-Pakets auf und umfasst zusätzliche Sensoren, die der Hersteller für einen sicheren Betrieb für unverzichtbar hält. Dazu gehören hauptsächlich Radar, LiDAR und Kameras aber auch Ultraschall- oder Nässesensoren liefern wertvolle Daten. Parallel zur erfolgreichen Einführung von "Drive Pilot" in Deutschland, will Mercedes-Benz bis Ende des Jahres die behördliche Serienzulassung für die beiden US-Bundesstaaten Kalifornien und Nevada erhalten, sofern es die rechtliche Lage dort zulässt.

Deutschland hat mit der Öffnung des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) für Level-3-Systeme im Jahr 2017 als erstes Land eine rechtliche Grundlage für die bestimmungsgemäße Nutzung dieser Systeme geschaffen. Die technische Zulassungsvorschrift, mit der ein solches System zertifiziert werden kann, ist indes erst Anfang 2021 in Kraft getreten. Seither kann sie in Europa umgesetzt werden.

Im Detail ergeben sich damit Anforderungen an das Fahrzeug und Pflichten für den Fahrer: Das Fahrzeug muss im hochautomatisierten Modus die Fahraufgabe sicher bewältigen und alle an die Fahrzeugführung gerichteten Verkehrsvorschriften einhalten. Der Fahrer hat weiterhin Pflichten im öffentlichen Straßenverkehr, insbesondere die Einhaltung der sonstigen Verkehrsvorschriften. Dazu muss er übernahmebereit bleiben und sich bereithalten, bei Aufforderung durch "Drive Pilot" oder aufgrund offensichtlicher Umstände die Steuerung wieder zu übernehmen.

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