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Alles raus aus dem Auto beim Parken bei Hitze

Von 
Solveig Grewe
Lesedauer: 
mid Groß-Gerau - Niemals sollten bei Hitze Kinder im Auto zurückgelassen werden. © Rhonda Jenkins / pixabay.com

Bei sommerlich heißen Temperaturen droht Gefahr im Innenraum eines Autos: Binnen kurzer Zeit kann sich dort die Temperatur auf 50 Grad und mehr aufheizen. Der Autoclub Europa (ACE) informiert, was auf keinen Fall im Auto zurückgelassen werden darf.

In der prallen Sonne kann sich der Innenraum eines Autos schon nach wenigen Minuten gefährlich aufheizen. Kleinkinder oder Tiere dürfen nie, auch nicht kurz, im Auto zurückgelassen werden. Wird diese Grundregel missachtet, droht für Lebensgefahr.

Was in Italien schon seit einigen Jahren Vorschrift auch für Mietwagen ist, kann hierzulande freiwillig umgesetzt werden: Inzwischen gibt es Kindersitze fürs Auto, die Alarm schlagen, wenn das Kind im Auto zurückgelassen wurde. Mit smarten Matten oder Gurt-Clips, die per Bluetooth mit dem Handy kommunizieren, können auch herkömmliche Kindersitze nachgerüstet werden. Dennoch sollte man sich nie allein auf ein solches Notfallsystem verlassen.

Wer ein Kleinkind oder ein Tier in einer solchen Notsituation entdeckt, sollte zuerst prüfen, ob es noch reagiert. Das Auto sollte nicht mehr aus dem Blick gelassen werden. Nach Möglichkeit umstehende Menschen um Hilfe bitten, um den Fahrzeughalter oder die -halterin ausfindig zu machen.

Um zu prüfen, ob der Innenraum möglicherweise über eine Standklimaanlage gekühlt wird, sollte die Temperatur der Autoscheiben geprüft werden. Kann die Situation nicht in kurzer Zeit gelöst werden, sollte die Polizei (110) oder Feuerwehr (112) gerufen werden.

Ist keine Reaktion mehr erkennbar und keine Zeit mehr den Besitzer bzw. die Besitzerin des Fahrzeugs ausfindig zu machen, ist Gefahr in Verzug: Unverzüglich den Notruf wählen! Wenn das Kind oder das Tier bewusstlos ist, herrscht akute Lebensgefahr und eines der Seitenfenster sollte zur Befreiung einschlagen werden. Nach Paragraf 34 Strafgesetzbuch ist diese Art von Sachbeschädigung nicht rechtswidrig, da sie Gefahr für Leib und Leben abwendet.

Auch wenn Tiere vor dem Gesetz als Sachgegenstände betrachtet werden, ist das in einer solchen Notsituation unerheblich. Damit es später keine Schwierigkeiten gibt, sollte die Rettungsaktion genau dokumentiert werden. Dazu am besten Namen und Kontaktdaten der Zeugen notieren und möglichst Fotos oder Videos von dem Vorfall machen, die belegen, dass sofortiges Eingreifen notwendig war.

Gefährlich kann es auch werden, wenn leicht entflammbare Flüssigkeiten oder Gase bei Hitze länger im Auto aufbewahrt werden: Schon ab 50 Grad besteht Explosionsgefahr. Deo-Dosen, flüssige Desinfektionsmittel, Frostschutzmittel vom letzten Winter, Reinigungsprodukte für die nächste Autowäsche und sogar kohlensäurehaltige Getränke können bei steigendem Druck auslaufen.

Achtung auch bei elektronischen Geräten wie Akkus, Handys, Powerbanks oder E-Book-Readern. Werden sie im Auto vergessen, können auch sie bei direkter Sonneneinstrahlung explodieren. Wer auf diese Dinge im Auto nicht verzichten kann, sollte sie zumindest im Kofferraum lagern. Hier ist es meistens kühler und eine mögliche Explosion richtet weniger Schaden an.

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