AdUnit Billboard

9-Euro-Tickets: Hoffnungen und Herausforderungen

Von 
Andreas Reiners
Lesedauer: 
mid Groß-Gerau - Die Nachfrage nach den 9-Euro-Tickets ist groß. © skitterphoto / pixabay.com

Der Verkauf des 9-Euro-Tickets ist gut angelaufen, die Nachfrage ist hoch. Seit den ersten regionalen Verkaufsstarts sind vor dem Start des dreimonatigen Aktionszeitraums am 1. Juni bundesweit bereits rund sieben Millionen Tickets über die Apps, Ticketshops, Automaten und Kundencenter der Verkehrsunternehmen und Verbünde verkauft worden.

Seit Montag ist zudem die ergänzende 9-Euro-Ticket-App in den App-Stores gelistet. Das erklärten Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, die Bremer Verkehrssenatorin und Vorsitzende der Verkehrsminister-Konferenz Dr. Maike Schaefer und Spitzenvertreter des Branchenverbands VDV im Rahmen eines Pressetermins.

Die verantwortlichen Akteure aus Politik und Branche betonten dabei die Chancen dieser Aktion für den ÖPNV in Deutschland. Man verspreche sich von dem 9-Euro-Ticket zusätzliche Fahrgäste, die dauerhaft umsteigen und den ÖPNV stärken, so Wissing: "Ich bin fest davon überzeugt, dass das ein hervorragendes Angebot ist, um Menschen vom ÖPNV zu begeistern, ohne dass wir Verzicht einfordern. Wir werden die drei Monate jetzt genau auswerten, um den ÖPNV langfristig noch besser an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen und damit attraktiver zu machen."

VDV-Präsident Ingo Wortmann sieht die Branche so gut wie möglich auf den Start vorbereitet: "Wir arbeiten seit Wochen an der rechtzeitigen Umstellung unserer Vertriebssysteme und an einer umfassenden Kundenformation. Die aktuell sehr hohe Nachfrage nach dem Ticket wundert uns daher nicht, denn wir informieren und verkaufen auf allen Kanälen." Man wisse noch nicht, wie viele Menschen das Ticket ab morgen wie oft nutzen würden, "wir werden trotzdem alles auf die Straßen und Schienen bringen was fahren kann, um die Fahrgäste bestmöglich zu befördern".

Trotz aller Vorbereitungen ist den Verantwortlichen klar, dass es in den kommenden drei Monaten aufgrund der steigenden Nachfrage hier und da zu sehr vollen Zügen, Bussen oder Bahnen kommen kann. Vor allem auf den Verbindungen zu touristischen Zielen ist mit deutlich mehr Fahrgästen zu rechnen.

"Es wird im Juni, Juli und August Strecken geben, auf denen es richtig voll wird. Denn auch wenn das 9-Euro-Ticket eigentlich nicht als touristisches Angebot gedacht war, sondern als Entlastung für die Menschen aufgrund der gestiegenen Energiepreise, werden viele Fahrgäste damit in den Sommermonaten zu Ausflugs- und Urlaubszielen fahren", sagte Wortmann. Es sei daher wichtig, dass alle Beteiligten in solchen Fällen mit der richtigen Erwartungshaltung an die Bus- und Bahnnutzung herangehen." Wir können nur dafür sensibilisieren, bei Fahrten zu beliebten Ausflugszielen möglichst flexibel zu planen, eher mit weniger Gepäck und lieber ohne Fahrrad zu reisen", so der VDV-Präsident.

Darüber hinaus müsse allen Fahrgästen klar sein, dass diese drei Monate ein einmaliges Angebot seien, ab September gelten dann wieder die regulären Ticketpreise und Rahmenbedingungen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1