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700.000 Autos weniger als geplant

Von 
Rudolf Huber
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mid Groß-Gerau - Bei der Marke VW sind nach eigenen Angaben über 500.000 Bestellungen aufgelaufen. © VW

Die deutschen Autohersteller werden im Jahr 2022 wegen unsicherer Lieferketten rund 700.000 Autos weniger fertigen können als geplant. Dies berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche unter Berufung auf ihr exklusiv vorliegende Unterlagen des Datendienstleisters IHS Markit. Dazu wurden die Planungen vom Jahresanfang mit den aktuellen Daten im Monat April verglichen.

Besonders betroffen ist demnach die Marke VW, die in diesem Jahr über eine halbe Million Einheiten verliert. Aber auch Mercedes und BMW fehlen am Ende des Jahres 80.000 beziehungsweise 100.000 Fahrzeuge. Da Mercedes für seine Autos einen Durchschnittspreis von aktuell 70.500 Euro angibt, bedeutet dies allein für diesen Autobauer einen Umsatzverlust von 5,6 Milliarden Euro.

Der VW-Konzern richtet den Fokus auf seine Premiummarken. Die Produktion bei Porsche steigt sogar, bei Audi geht sie nur leicht zurück. Dies geschieht laut der Studie zum Nachteil der Marke VW, bei der nach eigenen Angaben über 500.000 Bestellungen aufgelaufen sind. "Wir setzen alles daran, im weiteren Jahresverlauf die Produktion trotz bestehender Engpässe bei Zulieferteilen zu stabilisieren, um Kundenfahrzeuge schnellstmöglich ausliefern zu können", sagte ein VW-Sprecher der Automobilwoche. Alle Prognosen stünden aber unter dem Vorbehalt weiterer Einschränkungen in der Lieferkette durch den Krieg in der Ukraine und den Corona-Lockdown in China.

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