Viele drängen nach draußen - Landwirte und Naturschützer warnen

Von 
dpa/lsw
Lesedauer: 

Südwest. Die Natur ist im Stress - mit dem dritten Corona-Lockdown drängen Erholungssuchende in Wald, Feld und Flur. Landesbauernverband und Landesnaturschutzverband haben am Dienstag Spaziergänger, Sportler und Hundehalter gemeinsam zur Rücksichtnahme aufgerufen, um Wildtiere zu schützen und keine Schäden anzurichten.

AdUnit urban-intext1

"Es häufen sich die Beschwerden aus der Landwirtschaft, dass immer mehr Menschen beispielsweise Gras und aufwachsendes Getreide zertreten, Hundekot und sonstigen Müll zurücklassen. Vielen scheint nicht bewusst zu sein, dass es sich dabei um Lebens- und Futtermittel handelt", teilte Bauernpräsident Joachim Rukwied mit. Auf landwirtschaftlichen Nutzflächen wie Wiesen und Äckern gilt den Angaben nach von März bis November ein Betretungsverbot - sowohl für Menschen als auch für Hunde. Wer sich dem widersetzt, muss mit einer Geldbuße von bis zu 15 000 Euro rechnen.

Gerhard Bronner, Vorsitzender des Landesnaturschutzverbands, warnte vor Querfeldein-Spaziergängen. Sie könnten Wildtiere aufschrecken. Vogeleltern könnten ihre Gelege zurücklassen und Jungtiere durch dauernde Störungen in Lebensgefahr geraten.

Hunde sollen den Verbandsvertretern zufolge angeleint und Wege nicht verlassen, Taschentücher, Flaschen, Dosen, Scherben und anderer Abfall in Mülleimern entsorgt oder mitgenommen werden.

AdUnit urban-intext2

Mehr zum Thema

Newsticker

Alle Meldungen aus Rhein-Neckar

Mehr erfahren