Coronavirus - Kinder sind besonders von Krise betroffen Vergisst die Politik die Kleinsten?

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dpa
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Köln. So viele Sachen sind wegen der Corona-Krise gerade verboten. Die neuen Regeln gelten für alle, Kinder und Erwachsene. Politikerinnen und Politiker beraten viel über diese Regeln und wie man den Menschen in der Krise helfen kann. Aber denken sie dabei auch genug an Kinder? Nein, finden einige Experten.

Spielplätze sind noch geschlossen. © dpa
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„Die Bedürfnisse von Kindern werden bisher überhaupt nicht berücksichtigt“, sagt ein Fachmann. Dabei sind natürlich ganz viele Kinder von der Krise betroffen.

Viele Schulen sind noch immer geschlossen, es muss also zu Hause gelernt werden. Man darf Oma und Opa nicht besuchen und seine Freunde nicht treffen. Das sei besonders schlimm, sagt eine Fachfrau. „Auch wenn Eltern sich noch so sehr bemühen, können sie das Spielen mit anderen Kindern nicht ersetzen“, sagt sie.

Wie schlimm es für Kinder tatsächlich ist, hängt von verschiedenen Dingen ab. „Wenn Eltern mehr Zeit für ihre Kinder haben, ist das gut für sie“, sagt die Fachfrau. Allerdings müssen viele Eltern arbeiten und haben deshalb viel zu tun. Dann sind sie vielleicht überfordert und es kommt schneller zum Streit.

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Wenn man sowieso schon Probleme in der Schule oder mit der Familie hat, ist es gerade besonders schwer. Und auch für Kinder, die kein eigenes Zimmer haben oder in einer kleinen Wohnung leben, ist es nicht leicht. Sie können sich bei Streit nicht so einfach zurückziehen. Außerdem können sie vielleicht auch nicht in Ruhe ihre Schulaufgaben machen.

Die Experten fordern, dass bei den Gesprächen der Politiker endlich mehr auf die Interessen der Kinder geachtet wird. So sollte es zum Beispiel auch darum gehen, wann Spielplätze wieder geöffnet werden können oder wann man wieder zum Sport gehen darf. dpa

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