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Umwelt - Verheerende Waldbrände im Osten Russlands

Städte leiden unter Rauch

Von 
dpa
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Jakutsk. Wegen der schweren Waldbrände im Osten Russlands versinken immer mehr Dörfer und Städte im Rauch. Mehr als 105 Siedlungen und die Großstadt Jakutsk in der besonders betroffenen sibirischen Region Jakutien litten unter dem Qualm, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Luftproben sollten klären, wie schädlich der Smog ist. Rauchschwaden seien sogar zu der mehr als 1700 Kilometer entfernen Insel Sachalin gezogen, berichtete das Portal „The Siberian Times“. Dort sollten die Kinder in den Tagesstätten nicht mehr im Freien spielen.

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Bilder aus Jakutsk mit 280 000 Einwohnern zeigten dichten Nebel in den Straßen, der die Sicht auf die Sonne versperrte. Viele Menschen bezweifelten die Mitteilungen, nach denen viele Brände gelöscht seien. „OK, alles gelöscht, aber warum steht denn die Stadt im Rauch?“, schrieb ein Nutzer in einem Kommentar. „Wir haben den Qualm satt“, meinte ein anderer.

Den Behörden zufolge gab es am Donnerstag in Jakutien 227 Waldbrände. Die Fläche mit Feuern, auf der gelöscht werde, sei 666 000 Hektar groß. Das entspricht etwa der Hälfte der Fläche Schleswig-Holsteins. Auf 820 000 Hektar werde derzeit aber nicht gelöscht, weil Flammen etwa in abgelegenen Regionen wüteten oder keine Dörfer bedroht seien.

Landesweit toben die Brände offiziellen Daten zufolge auf 1,7 Millionen Hektar. Umweltschützer gehen von rund drei Millionen Hektar aus. In den trockenen Sommermonaten kommt es in Russland immer wieder zu verheerenden Feuern. dpa

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