Soziales - „Sesamstraße“ unterstützt Rohingyas Puppen als Lernhilfe

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dpa
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Dhaka. Die Macher der Kindersendung „Sesamstraße“ haben zwei Figuren entwickelt, die Kindern in den weltgrößten Flüchtlingslagern in Bangladesch beim Lernen unterstützen sollen. Die Zwillinge Noor und Aziz sind wie die Zielgruppe Flüchtlingskinder aus der Volksgruppe der Rohingya. Damit sollen die Kinder, die kaum Zugang zum Bildungssystem haben und deren Familien vor Militärgewalt im Nachbarland Myanmar geflohen sind, zum Beispiel Mathematik lernen. Auch die Wichtigkeit des Händewaschens sei Teil des Lernprogramms, sagte eine Mitarbeiterin der bangladeschischen Hilfsorganisation Brac, die vor Ort mit den „Sesamstraße“-Machern zusammenarbeitet.

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Noch hat das „Sesamstraße“-Programm in den Rohingya-Lagern nicht begonnen, hieß es. Denn wegen Corona sind die Lernzentren in Lagern wie alle anderen Schulen in Bangladesch seit fast einem Jahr geschlossen. In den überfüllten Camps leben Hunderttausende Rohingya, gut die Hälfte von ihnen sind Kinder. Die meisten sind 2017 aus Myanmar nach Bangladesch geflohen. Die Vereinten Nationen bezeichnen die Verfolgung der muslimischen Minderheit in Myanmar als anhaltenden Völkermord. Die „Sesamstraße“ hat ein ähnliches Lernprojekt für syrische Flüchtlingskinder im Libanon und in Jordanien. dpa