Kriminalität - Türke attackiert Beamte mit Messer und Knüppel Polizist tötet Angreifer

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dpa
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Gelsenkirchen. Zunächst ging die Polizei von einem Terroranschlag aus: Mit dem Ruf „Allahu akbar“ (Gott ist groß), einem Messer und einem Knüppel in der Hand hat ein 37-jähriger Türke in Gelsenkirchen vor einer Wache randaliert und zwei Polizisten angegriffen, bevor er erschossen wurde. „Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt von der Tat eines psychisch auffälligen Einzeltäters aus“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Montag in Düsseldorf: „Alles Weitere müssen wir abwarten“, so Reul weiter.

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Die Kombination aus einer offenbar anlasslosen Attacke auf Polizeibeamte und dem Ausruf „Allahu akbar“ habe bei der Polizei zu einer Einstufung als Anschlag geführt, sagte Reul. „Die Polizei geht in solchen Fällen immer vom Schlimmsten aus. Das war auch richtig.“

Ein 23-jähriger Kommissaranwärter – also ein Polizist in Ausbildung – habe den Angreifer am Sonntagabend mit vier Schüssen getötet. Ob dies in der Situation gerechtfertigt gewesen sei, werde nun von der Polizei Krefeld überprüft.

Der 37-jährige Türke sei zuvor bereits zweimal als Prüffall Islamismus eingestuft und vom Staatsschutz unter die Lupe genommen worden, so Reul: „Ohne Befund.“ Es gebe keine Hinweise auf eine Einbindung in die islamistische Szene. Noch in der Nacht sei die Wohnung des Angreifers durchsucht worden. Dabei sei zunächst nichts entdeckt worden, was auf ein terroristisches Motiv deute. Dies sei aber noch nicht auszuschließen, weil die Auswertungen noch andauerten.

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Der 37-Jährige sei seit 2002 in Deutschland und mehrmals mit der Polizei in Konflikt geraten. Er habe zwei Monate in Haft verbracht, weil er eine Geldstrafe wegen Beleidigung und Sachbeschädigung nicht bezahlt habe. Erstmals war der Mann laut Reul 2018 auffällig geworden, als er im Wald eine Fläche rodete, um dort eine „Gebetsstätte für Allah“ zu errichten, wie er Polizisten erklärt habe. dpa