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Royals - Willem-Alexander und Máxima sind auf Staatsbesuch / Oberhaupt im Cockpit der Regierungsmaschine

König fliegt selbst nach Berlin

Von 
Andreas Rabenstein, Annette Birschel, Gisela Gross
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Berlin. Royaler Besuch aus den Niederlanden: König Willem-Alexander (Bild oben) und seine Frau, Königin Máxima (unten), halten sich zu einem Staatsbesuch in Berlin auf. Die beiden landeten am Montag auf dem Berliner Flughafen und wollen bis Mittwoch bleiben. Auf dem Programm stehen auch politische Gespräche, etwa mit Angela Merkel.

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© dpa

Während des Flugs saß Willem-Alexander im Cockpit der Regierungsmaschine. Nach Mitteilung des Hofes flog er die Boeing von Den Haag nach Berlin. Der 54-Jährige hat einen Flugschein und ist schon regelmäßig als Copilot auf Linienflügen der KLM mitgeflogen.

Als das Königspaar aus dem Jet steigt, regnet es in Strömen. Máxima erscheint im Sommerkleid mit Hütchen und Handschuhen, Willem-Alexander im Anzug und mit Bart. Im Schloss Bellevue empfängt sie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Das Königspaar will mehrere Einrichtungen der Kultur und Wissenschaft besuchen.

Am Nachmittag ist Willem-Alexander etwa im Anne Frank Zentrum in Berlin. Das Paar besucht auch das Robert Koch-Institut (RKI), das in Deutschland eine wichtige Rolle im Kampf gegen das Coronavirus innehat. Die Pandemie hat auch den Alltag zwischen Deutschland und den Niederlanden verändert. Mal eben über die Grenze fahren fürs Wochenende? Einen Urlaub auf der Nordseeinsel planen?

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Fahnen und Blumen

Bei ihrem Staatsbesuch in Deutschland sieht man die königlichen Gäste immer wieder mit einem Mund-Nasen-Schutz. Sie informieren sich über die Geschichte des Robert Koch-Instituts und hören zwei Fachvorträge. Dabei stellt sich ein Büro der Weltgesundheitsorganisation vor, das sich in Berlin mit dem Erkennen und Verhindern zukünftiger Pandemien beschäftigen wird.

Für den König ist es der erste offizielle Staatsbesuch in Deutschland seit seiner Amtsübernahme 2013. Er hat zwar schon alle Bundesländer besucht, der offizielle Staatsbesuch in Berlin war aber wegen der Pandemie verschoben worden und wird nun nachgeholt.

Die Menschen sind weiter dazu aufgerufen, wegen der Pandemie Abstand zu halten. Viele Möglichkeiten, das Paar zu sehen und Fotos zu machen, gibt es diesmal eher nicht. Am Nachmittag zeigen sich die beiden am Brandenburger Tor. Einem Ort also, an dem sich mancher Royal schon ablichten ließ.

Am Rande des Pariser Platzes warten Menschen, teils mit Fahnen und Blumen. „Ich verfolge alle europäischen Königshäuser mit großer Begeisterung seit meiner Kindheit“, sagt eine 31-Jährige. „Und Willem-Alexander und Máxima mag ich besonders, weil sie so sympathisch wirken.“ Sie wolle die Gelegenheit nutzen, um ihnen einen Blumenstrauß in Orange zu überreichen. „Ich denke aber“, sagte sie, „mit Corona wird die Wahrscheinlichkeit sehr, sehr gering sein“.

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Eng mit Deutschland verbunden

Tatsächlich hält das Paar Abstand, winkt den Menschen aber zu. „Hier, Blumen für euch“, ruft ein Mann. Willem-Alexander schlägt die Hände zusammen. Da gehe leider nicht, sagt er, „wegen Covid“. Auch Máxima legt sich eine Hand – fast entschuldigend – auf die Brust. „Nächstes Mal“, sagt der König auf Deutsch. Das verspreche er.

König Willem-Alexander ist über seinen Vater, den deutschen Prinz Claus von Amsberg, eng mit Deutschland verbunden und spricht fließend Deutsch. Am Dienstag soll er seinen Staatsbesuch fortsetzen. Dann ist auch ein Treffen mit Kanzlerin Merkel geplant. Für den König ist es auch ein Abschied von Merkel, deren Regierungszeit zu Ende geht. dpa

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