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Umwelt - Ziele für 2020 verfehlt / Neue Strategie bis zum Herbst

Kampf gegen Verlust der Artenvielfalt

Von 
dpa
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Auch der starke Einsatz von Pestiziden gefährdet die Artenvielfalt. © dpa

Montreal/Kunming. Die Vertragsstaaten der UN-Konvention über die biologische Vielfalt wollen den Verlust von Arten und Lebensraum bremsen oder möglichst stoppen. Eine Strategie für das nächste Jahrzehnt soll auf der 15. Weltnaturschutzkonferenz im Oktober im chinesischen Kunming beschlossen werden. Der erste Entwurf, der am Montag veröffentlicht wurde, sieht vor, bis 2030 mindestens 30 Prozent der besonders wichtigen Landflächen und Meere zu bewahren und zu schützen. Ziel sei, bis 2050 „im Einklang mit der Natur zu leben“.

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Der Text des Abkommens soll über den Sommer weiter verhandelt und auf der Konferenz beschlossen werden. Allerdings haben sich die Vertragsstaaten schon früher ehrgeizige Ziele gesetzt und nicht eingehalten. So wurden die bis 2020 festgelegten Vorgaben verfehlt, wie der Bericht zum Zustand der Biodiversität in dem Jahr feststellte.

„Dringend politisches Handeln ist global, regional und national erforderlich, um die wirtschaftlichen, sozialen und finanziellen Modelle zu transformieren“, sagte die Leiterin des Sekretariats der UN-Konvention, Elizabeth Maruma Mrema. Ziel müsse sein, die Trends, die den Verlust der Biodiversität verstärkten, bis 2030 zu stabilisieren. In den folgenden zwei Jahrzehnten müsse eine Erholung der Ökosysteme ermöglicht werden, um bis 2050 Verbesserungen zu erreichen.

Lebensgrundlage bedroht

Wegen Corona war die im Herbst 2020 geplante Konferenz verschoben worden und soll jetzt vom 11. bis 24. Oktober stattfinden. Im Mittelpunkt steht der alarmierende Rückgang der biologischen Vielfalt weltweit. Durch den Verlust an Lebensräumen, Arten und genetischer Vielfalt verarmt nicht nur die Natur, sondern ist auch die Lebensgrundlage der Menschheit bedroht. Wie das Risiko von Pandemien auch über Naturschutz und den Erhalt der biologischen Vielfalt verringert werden kann, ist als zusätzliches Thema hinzugekommen. dpa

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