Handel - Regeln beim Einkaufen werden derzeit gelockert Geschäfte öffnen nach und nach

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dpa
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Ein Angestellter räumt – mit einer Maske vor Mund und Nase – Regale ein. © dpa

Berlin. Mal geht das Einkaufen nur mit Maske. Mal nur dann, wenn das Geschäft nicht zu groß ist. Es sei denn, das Geschäft verkauft Bücher. Oder Fahrräder. Oder Autos. Dann hat es auf jeden Fall geöffnet. Puh! Das alles klingt ziemlich kompliziert.

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Generell gilt: In Deutschland werden gerade ein paar Regeln gelockert. Wer sich also seit Wochen darauf gefreut hat, wieder in den Geschäften einzukaufen, hat ab jetzt die Gelegenheit. Die Regeln waren vor ungefähr vier Wochen zum Schutz vor dem neuen Coronavirus erlassen worden. Viele Geschäfte mussten deshalb schließen.

Nun dürfen alle Geschäfte wieder öffnen, die weniger als 800 Quadratmeter groß sind. Zum Vergleich: Ein Fußballplatz wäre etwa neunmal so groß. Außerdem dürfen auch Buchläden, Autohäuser und Fahrradgeschäfte aufmachen, egal, wie viel Platz es dort gibt.

Die Öffnungen haben die Chefs der Bundesländer mit der Kanzlerin Angela Merkel abgemacht. Allerdings gibt es Unterschiede, wie die Bundesländer die Abmachungen umsetzen. In Bayern und Baden-Württemberg etwa müssen die Menschen beim Einkaufen ab kommender Woche einen Schutz über Mund und Nase tragen. In Nordrhein-Westfalen sollen neben den kleineren Geschäften auch Möbelhäuser öffnen dürfen.

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Die unterschiedliche Umsetzung sorgt für Ärger. So finden einige Politiker, dass ihre Kollegen aus anderen Bundesländern zu viele Dinge erlauben.

Auch Angela Merkel ist unzufrieden. Es sei nicht gut, dass über immer mehr Öffnungen geredet werde, sagte sie am Montag zu anderen Politikern. Sie mache sich größte Sorgen, dass sich bald wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus anstecken. So könne sich die bisher gute Entwicklung bald umkehren. „Wir haben es noch nicht geschafft“, soll sie gesagt haben.

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Fachleute warnen ebenfalls davor, leichtsinnig zu werden. Nach wie vor gilt deshalb: Man muss genug Abstand halten und darf nur zu zweit unterwegs sein oder mit Menschen, mit denen man zusammenwohnt. dpa

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