Früherkennung nicht verschieben

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mad
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In der ersten Coronawelle haben viele Deutsche auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krebs verzichtet. So nahm im ersten Halbjahr 2020 nach einer Auswertung der Techniker Krankenkasse in Baden-Württemberg rund ein Fünftel weniger Frauen eine Untersuchung auf Gebärmutterhalskrebs in Anspruch als noch 2019. In und nach dem ersten Lockdown gab es zudem nach Daten von 75 Helios-Kliniken in 13 Bundesländern weniger Krebsbehandlungen. Der Rückgang der stationären Aufnahmen für Diagnostik und Therapien betrug demnach zehn bis 20 Prozent.

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Susanne Weg-Remers vom Krebsinformationsdienst in Heidelberg beobachtet die Zahlen mit Sorge. Sie appelliert an die Menschen, Früherkennungsuntersuchungen nicht aufzuschieben. „Wenn eine Krebserkrankung erst später diagnostiziert wird, kann dies die Heilungschancen negativ beeinflussen“, gibt sie zu bedenken. mad