Wetter - Sturmtief sorgt für mehrere Einsätze

„Eugen“ fegt über Deutschland

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dpa
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Düsseldorf/Bad Oeynhausen. Sturmtief „Eugen“ ist in Deutschland angekommen und hat am Dienstagmorgen in Teilen des Landes zu Beeinträchtigungen geführt. In Nordrhein-Westfalen kam es im Regionalverkehr zu Behinderungen im Bahnverkehr. Der Fernverkehr lief aber zunächst störungsfrei. In Herzogenrath stürzte in der Nacht wohl aufgrund des starken Windes die Giebelwand eines im Rohbau befindlichen Hauses um. In der Landeshauptstadt Düsseldorf gab es nach Angaben der Feuerwehr bis zum Morgen sieben sturmbedingte Einsätze. Unter anderem stürzte ein Teil einer 20 Meter hohen Birke auf das Dach einer Garage. Verletzte gab es zunächst nicht.

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In Erfurt haben die Organisatoren der Bundesgartenschau die Ausstellungsflächen wegen des Sturmtiefs geschlossen. In Bad Oeynhausen wehten heftige Sturmböen die Zelte eines Corona-Drive-in-Testzentrums um. Sie seien buchstäblich aus den Ankern gerissen worden, teilte die Polizei mit. Eines der Zelte sei zwischen einer Straßenlaterne und einem Baum hängen geblieben und habe sich dort in mehreren Metern Höhe verkeilt, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr. Das Gestänge sei verbogen und vermutlich unbrauchbar. Verletzt worden sei niemand. Die Feuerwehr habe die Zelte mit Gurten gesichert, die Polizei sperrte sicherheitshalber die angrenzenden Straßen.

Feuerwehrkräfte bergen einen umgestürzten Baum in Bremen. © dpa

Der durchziehende Sturm sorgte den Angaben zufolge im gesamten Kreis Minden-Lübbecke im Nordosten Nordrhein-Westfalens für Einsätze. Tief „Eugen“ sorgt für stürmisches und kühles Wetter. Bereits am Morgen erwartete der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor allem im Westen Deutschlands und auf den Bergen kräftige Böen. Zum Abend hin könnten sie sich noch verstärken. Der Vorhersage zufolge sind an der Nordsee schwere Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde möglich. Auch einzelne orkanartige Böen sind nicht ausgeschlossen. dpa