Kriminalität - Ermittler schalten Cyberware-Netzwerke aus „Emotet“ zerstört

Von 
dpa
Lesedauer: 

Den Haag. Eine internationale Ermittlergruppe hat nach eigenen Angaben die kriminelle Software „Emotet“ unschädlich gemacht. Die Polizeibehörde Europol teilte in Den Haag mit, die weltweite Infrastruktur auf mehreren hundert Rechnern sei unter Kontrolle gebracht und dann zerstört worden. Der Einsatz habe mehr als zwei Jahre gedauert. Er sei unter deutscher und niederländischer Leitung mit Ermittlern aus acht Ländern durchgeführt worden. Der Einsatz war von Europol und Eurojust koordiniert worden.

AdUnit urban-intext1

Die Software „Emotet“ wurde von Kriminellen für sogenannte Cyber-Angriffe eingesetzt. Versteckt in einem Word-Dokument, häufig getarnt als harmlos wirkender Anhang einer E-Mail oder als Link, brach sie in Computernetzwerke ein und eröffnete die Möglichkeit, sensible Daten zu kopieren oder zu blockieren. Die Täter erpressten Unternehmen und Behörden. Auch viele privaten Computernutzer tappten in die „Emotet“-Falle. Allein in Deutschland verzeichnete das Bundeskriminalamt in Wiesbaden einen Schaden von 14,5 Millionen Euro. Betroffen waren etwa das Kammergericht Berlin, die Stadtverwaltung Frankfurt und das Klinikum Fürth. dpa