Pocher-Prozess

Becker-Anwalt: Prüfen nach Gerichtsurteil mögliche Berufung

Es ging um Persönlichkeitsrechte - und Boris Becker verliert vor Gericht gegen Comedian Oliver Pocher. Aber das war möglicherweise noch nicht das letzte Wort.

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dpa
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Ex-Tennisstar Boris Becker sitzt derzeit in England eine Haftstrafe ab. © Kirsty O'connor

Offenburg. Der frühere Tennisprofi Boris Becker überlegt seinem Anwalt zufolge, das Gerichtsurteil zum Rechtsstreit mit dem TV-Komiker Oliver Pocher anzufechten. «Wir prüfen sehr intensiv eine Berufung», sagte Rechtsanwalt Samy Hammad am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Offenburg. Eine Entscheidung sei bisher nicht gefallen. Die Berufungsfrist betrage einen Monat. (Az.: 2 O 20/21)

Becker (54) war am Dienstag mit einer Zivilklage gegen Pocher (44) am Offenburger Landgericht gescheitert. Der Ex-Tennisstar werde durch einen Fernsehbeitrag aus der RTL-Sendung «Pocher - gefährlich ehrlich» vom Oktober 2020 nicht in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt, argumentierte das Gericht. Becker verlangte laut Hammad, dass der Beitrag nicht mehr gesendet und im Internet gelöscht werde.

Nach Gerichtsangaben wurde in der strittigen Sendung ein Spendenaufruf gestartet. Zu sehen ist demnach, dass Becker den dreistelligen Eurobetrag auch bekam - aber ohne davon zu wissen. Das Geld war in einem vermeintlichen Modepreis versteckt, der Becker in der Sendung verliehen wurde.

© dpa-infocom, dpa:221116-99-542882/2

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