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Aus Podcast «Serial» bekannter Fall: Mordurteil aufgehoben

23 Jahre lang kämpfte Adnan Syed gegen seine Verurteilung wegen Mordes an seiner Ex-Freundin. Der Fall wurde durch den populären Podcast «Serial» weltweit bekannt. Nun gibt es eine beachtliche Wendung.

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dpa
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Adnan Syed (M) verlässt das Gerichtsgebäude nach der Anhörung in Baltimore. © Jerry Jackson

Baltimore/Washington. Im Fall des wegen Mordes verurteilten Amerikaners Adnan Syed, der durch den Podcast «Serial» weltweit bekannt wurde, hat es eine beachtliche Wendung gegeben. Ein Gericht im US-Bundesstaat Maryland hob das Urteil gegen den 41-Jährigen auf, wie US-Medien übereinstimmend berichteten.

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In der vergangenen Woche hatte die Staatsanwaltschaft ein neues Verfahren für Syed beantragt, der als Teenager wegen Mordes an seiner Ex-Freundin zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Das Gericht teilte laut US-Medien nun mit, der frühere Schuldspruch sei «im Interesse von Fairness und Gerechtigkeit» aufgehoben worden.

Mit der Entscheidung des Gerichts werde Syed nun aus dem Gefängnis entlassen und zunächst unter Hausarrest gestellt, berichteten US-Medien. Jetzt müsse die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob sie eine neues Verfahren einleiten oder die Anklage fallen lassen wolle. Sie hatte zuvor mitgeteilt, dass bei einer fast einjährigen Untersuchung bisher unbekannte Informationen über zwei andere Verdächtige sowie Zweifel an der Verlässlichkeit von Mobilfunkmast-Daten zutage getreten seien. Es gebe «kein Vertrauen in die Integrität der Verurteilung».

Als 17-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt

Syed war wegen Mordes an seiner Ex-Freundin im Jahr 1999 - er war damals 17 Jahre alt - eine lebenslange Haftstrafe auferlegt worden. Seine Ex-Freundin, die Highschool-Schülerin Hae Min Lee, war im Januar 1999 im US-Bundesstaat Maryland zum letzten Mal lebend gesehen worden. Einen Monat später fand man ihre Leiche in einem Park. Vor allem wegen der belastenden Aussagen eines Bekannten wurde Lees früherer Partner und Mitschüler Syed verurteilt.

Im Podcast «Serial» wurde sein Fall 2014 in mehreren Folgen untersucht. Der Fall wurde schließlich juristisch neu aufgerollt und ging durch die Instanzen - allerdings wurde Syed ein Wiederaufnahmeverfahren letztlich verwehrt. Er selbst stritt die Tat immer ab. Die Folgen der ersten Staffel von «Serial» hörten Millionen von Menschen, auch in Deutschland war die Doku der US-Journalistin Sarah Koenig sehr erfolgreich.

© dpa-infocom, dpa:220920-99-826469/3

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