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Leichtathletik-WM

WM-Aus im Halbfinale: Lückenkemper will bei EM Tempo machen

Mit dem Einzug ins WM-Finale hat es für Sprinterin Gina Lückenkemper nicht geklappt. Nun hofft sie, bei der EM in München über 100 Meter noch weiter vorn mitmischen zu können.

Von 
Andreas Schirmer und Maximilian Haupt
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Gina Lückenkemper ist im Halbfinale über 100 Meter ausgeschieden. © Michael Kappeler

Eugene. Gina Lückenkemper durfte nur zuschauen, wie das jamaikanische Siegertrio Gold, Silber Bronze über 100 Meter mit Sprints deutlich unter der Elf-Sekunden-Marke gewann.

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Shelly-Ann Fraser-Pryce feierte in 10,67 Sekunden in Eugene ihren fünften Einzel-Triumph und den zehnten Sieg bei einer Leichtathletik-WM. Zweite wurde Shericka Jackson in 10,73 Sekunden vor der fünfmaligen Olympiasiegerin Elaine Thompson-Herah, die 10,81 Sekunden brauchte. Dies hautnah zu erleben, war der zweite Dämpfer für die deutsche EM-Zweite nach dem enttäuschenden K.o. im Halbfinale.

«11,08 Sekunden war definitiv nicht das, was ich mir vorgenommen hatte. Ich wollte mehr», kommentierte Lückenkemper ihr vorzeitiges Aus. «Nichtsdestotrotz sind 11,08 Sekunden eine gute Leistung, und ich bin 13. der WM geworden.» Bei den deutschen Meisterschaften drei Wochen zuvor in Berlin hatte sie die Elf-Sekunden-Barriere mit 10,99 Sekunden wieder unterbieten können. 2017 bei der WM war sie sogar schon 10,95 Sekunden geflitzt.

In Florida schneller werden

Die Athletin des SCC Berlin hält es für möglich, in Zukunft mit Hilfe ihres US-Coaches Lance Brauman in Florida schneller zu werden. «Es ist noch ein weiter Weg, in die Sphäre einer 10,80er-Zeit vorzustoßen, aber es ist kein Ding der Unmöglichkeit mehr», meinte Lückenkemper. Der deutsche Rekord von Marlies Göhr mit 10,81 Sekunden hat seit 1983 Bestand.

WM-Siegerin Fraser-Pryce blieb deutlich unter dieser Marke. «Ich fühle mich gesegnet, dass ich dieses Talent habe und es auch mit 35 Jahren noch ausüben kann, ein Baby habe, immer noch laufe», sagte sie. Als Favoritin war Elaine Thompson-Herah in das Rennen gegangen, die gut ein Jahr zuvor ebenfalls in Eugene in 10,54 Sekunden die zweitschnellste jemals von einer Frau erreichte Zeit gelaufen war. «Ich hatte während der Saison einige Schwierigkeiten, aber ich habe es trotzdem geschafft, zu kommen und eine gute Show zu liefern», sagte die fünfmalige Olympiasiegerin Thompson-Herah.

Hoffnung auf Staffel

Vielleicht gelingt dies im US-Bundesstaat Oregon auch noch den deutschen Sprinterinnen. Zusammen mit der Olympia-Fünften Alexandra Burghardt, die nach einer Norovirus-Erkrankung nicht topfit war und schon im Vorlauf ausschied, hofft Lückenkemper nun auf ein größeres Erfolgserlebnis mit der Sprint-Staffel. «Ich glaube schon, dass die Staffel cool wird und wir ein ordentliches Team auf der Bahn stehen haben werden», sagte die 25-Jährige. «Wir können ordentlich etwas auf das Parkett zaubern.»

Große Hoffnung hat sie zudem, dass es bei den Europameisterschaften in München - drei Wochen nach der WM - besser laufen wird. «In München werden die Karten neu gemischt. Dann wird wieder angegriffen, da geht es rund», meinte Lückenkemper und betonte: «Ich kann mit dieser Saison schon jetzt zufrieden sein. So konstant und so schnell bin ich in meiner ganzen Karriere noch nicht gelaufen.»

© dpa-infocom, dpa:220718-99-59238/5

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