Tennis - Historisches Aus soll am Mittwoch beschlossen werden Wimbledon vor Absage

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dpa
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London. Auch Wimbledon bildet in diesen Zeiten keine Ausnahme. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg steht das prestigeträchtigste Tennis-Turnier der Welt aufgrund der Pandemie vor der Absage. Zwar bleiben noch fast drei Monate bis zum Auftakt, doch das Aus könnte an diesem Mittwoch offiziell werden. Dann soll bei einer Krisensitzung der Organisatoren die Entscheidung fallen.

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„Da muss man kein Hellseher sein, dass es keine Alternative gibt“, bekräftigte der Vizepräsident des Deutschen Tennis Bundes, Dirk Hordorff, am Dienstag. „Es ist völlig undenkbar. Man braucht keine Insiderinformationen dafür, dass in einer Welt, in der Olympia einen Monat später abgesagt wird, ein solches Turnier nicht stattfinden kann.“

Hamburg hofft noch

Dass vom 29. Juni bis 12. Juli Gedrängel auf den Tribünen oder zwischen den Plätzen herrscht, wirkt wie eine Vorstellung aus einer anderen Welt. Hunderttausende strömen normalerweise auf die altehrwürdige Anlage im Londoner Südwesten.

Eine Verschiebung wie bei den French Open, die nun vom 20. September bis 4. Oktober ausgetragen werden sollen, ist komplizierter. Der Rasen wird bei Feuchte und niedrigeren Temperaturen rutschig. Und wann die bis zum 7. Juni unterbrochene Tennis-Tour überhaupt wieder starten kann, weiß niemand.

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Auch der deutsche Tennis-Sommer steht damit vor der Absage. Das Sandplatz-Turnier in Hamburg (13. bis 19. Juli) rechnet sich zwar noch eine „60-prozentige Chance“ aus, wie Veranstalter Peter-Michael Reichel sagte. Wird Wimbledon aber abgesagt, wird das wohl auch das Aus der Rasenturniere in Stuttgart, Berlin, Bad Homburg und Halle nach sich ziehen. dpa