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Halbfinale - Die Partie zwischen den Dauer-Rivalen Italien und Spanien ist für Millionen Fans das vorweggenommene Endspiel / Giorgio Chiellini hofft auf Krönung

Vorfreude auf das Gigantentreffen in Wembley

Von 
dpa
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London. Bei strahlendem Sonnenschein und bestens gelaunt machten sich die Italiener als Erste auf den Weg zum Wahnsinns-Halbfinale nach London. An diesem Dienstag (21Uhr/ARD) und dank der fragwürdigen britischen Corona-Strategie vor 60 000 Zuschauern trifft die Squadra Azzurra in Wembley auf Spanien – für Millionen Fans das vorweg genommene Endspiel der Fußball-EM. „Finaler Wunsch“, titelte die „Gazzetta dello Sport“ am Montag. Ein Spiel, das ganze Länder elektrisiert.

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Der spanische Nationaltrainer Luis Enrique ließ es etwas ruhiger angehen. Als die Italiener am Vormittag in den Mannschaftsbus stiegen, dürfte der „Mister“ des dreimaligen Europameisters gerade sein Abschlusstraining beendet haben. Mit stylisher roter Sonnenbrille schwor er sein Team auf das Gigantentreffen in England ein. Das Ziel? „Wir alle wollen ins Finale“, sagte Enrique, dessen persönliches Duell mit Roberto Mancini große Fußballkunst verspricht.

© dpa

Die Italiener sind seit 32 Spielen ungeschlagen, spätestens bei diesem Turnier fiel der Mythos der biederen, nur auf die Defensive ausgelegten Azzurri. „Wir hatten kein Minimalziel für dieses Turnier, wir wollten so viel erreichen wie möglich“, sagte Mancini. „Es sind noch zwei Partien, wir werden sehen, was passiert.“ Je weiter es im Turnier gehe, „desto schwieriger wird es“.

Beide Fußball-Nationen kennen sich aus vergangenen EM-Spielen bestens, beide machten schmerzliche Erfahrungen mit dem Gegner. Bei der Endrunde 2008 gewannen die Spanier auf dem Weg zum Titel im Viertelfinale gegen den damaligen Weltmeister im Elfmeterschießen, 2012 hatte die Squadra Azzurra beim spanischen 4:0 im Finale keine Chance. Vor fünf Jahren gewann dagegen Italien das EM-Achtelfinale gegen die Spanier. Das Führungstor erzielte: Giorgio Chiellini (Bild).

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„Wir haben große Lust, weit zu kommen. Wir sind stolz, Italiener zu sein. Jeder versucht, seine Nation so weit zu bringen wie möglich“, sagte der Kapitän (36), der mit Leonardo Bonucci (34) die alternde, aber bei der EM kaum zu überwindende Innenverteidigung der Mancini-Elf bildet. Chiellini war auch schon 2008 fester Bestandteil der italienischen Mannschaft – der EM-Titel am 11. Juni wieder in Wembley wäre seine Krönung.

Die spanischen Ballkünstler, die holprig in die EM gestartet waren, müssen einen Weg finden, an beiden vorbei zu kommen. Enrique ist das absolut zuzutrauen. Der 51 Jahre alte Taktiker lässt im offensiven 4-3-3-System spielen, im Halbfinale könnte der Leipziger Dani Olmo in die Startformation zurückkehren. Zur Schlüsselfigur wurde neben Kapitän Sergio Busquets bei dieser EM Teenager Pedri, der mit 18 Jahren jüngste Spanier im Kader mit einem Talent, das beim FC Barcelona schon an die ganz Großen erinnert. „Luis Enrique, der Anführer, der eine Mannschaft aus dem Nichts erschaffen hat“, schrieb die Zeitung „Sport“.

Die Fans in Wembley freuen sich – auch, wenn es viele Engländer sein werden. Wegen der strikten Corona-Regeln dürfen Spanier und Italiener ohne Quarantäne nicht auf die Insel einreisen, Karten werden größtenteils nur an Zuschauer vergeben, die auch in Großbritannien leben. „Wir brauchen euch!“, twitterte der spanische Verband am Montag in Richtung der in Großbritannien lebenden Spanier. dpa

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