Eishockey - Drei Punkte beim 4:1 im Spitzenspiel gegen den ERC Ingolstadt, doch Joonas Lehtivuori und Stefan Loibl verletzen sich Teuer erkaufter Adler-Sieg

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Christian Rotter
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Mannheim. Die Adler Mannheim haben ihre Spitzenposition in der Südgruppe der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ausgebaut. In einem hochklassigen Topspiel setzte sich die Mannschaft von Trainer Pavel Gross mit 4:1 (1:0, 0:1, 3:0) gegen den ERC Ingolstadt durch, beklagte aber auch zwei neue Verletzte.

Mit vollem Einsatz: Louis-Marc Aubry vom ERC Ingolstadt (links) und Adler Markus Eisenschmid kämpfen um die Scheibe. Eisenschmid erzielte das 3:1. © Sörli Binder
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Gross hatte Ingolstadt im Vorfeld als die „vielleicht schnellste Mannschaft der DEL“ bezeichnet. Die Oberbayern zeigten von Beginn an, dass der Adler-Coach mit dieser Einschätzung nicht falsch lag. Die zuletzt fünfmal in Folge siegreichen Panther setzten die Mannheimer mit aggressivem Forechecking unter Druck. Das schmeckte den Adlern nicht, ihr Spielaufbau kam nahezu zum Erliegen. Bis auf die Chance von Kapitän Ben Smith, der am Schoner von Michael Garteig scheiterte (4.), brachte der Tabellenführer der Südgruppe kaum etwas Nennenswertes zustande. Ingolstadt hatte zwar nicht viel mehr Gelegenheiten, dafür jedoch die besseren: Louis-Marc Aubry versuchte es bei einem Konter auf eigene Faust Adler-Torhüter Felix Brückmann war zur Stelle (8.). Auch Samuel Soramies fand zweimal die Lücke nicht (12./16.).

Eishockey Adler Mannheim gewinnen 4:1 gegen ERC Ingolstadt

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Schütz mit starkem Comeback

Der erste Treffer fiel auf der anderen Seite. Es machte sich bezahlt, dass Felix Schütz sein Comeback gab. Nach seinem Puckgewinn leitete Markus Eisenschmid die Scheibe schnell weiter, Florian Elias hämmerte sie mit voller Wucht in die gegnerischen Maschen, der 18-Jährige feierte sein zweites DEL-Tor (20.). Bei einem Schussverhältnis von 4:11 war die Führung nach dem ersten Drittel schmeichelhaft. Zu ausgelassener Stimmung auf der Adler-Bank bestand ohnehin kein Grund, weil für Verteidiger Joonas Lehtivuori und Angreifer Stefan Loibl die Partie bereits beendet war. Lehtivuori versuchte es in der ersten Pause zwar noch einmal, drehte auf dem Eis einige Kringel, um zu sehen, ob es weitergehen konnte – konnte es nicht.

Auf diesem knappen Vorsprung ruhten sich die Adler nicht aus. David Wolf hätte nach einer schnörkellosen Kombination über Smith und Matthias Plachta zum 2:0 einnetzen müssen, er legte die Scheibe aber am Tor vorbei (24.). Auch seine zweite Chance brachte der 31-Jährige nicht im Kasten unter (27.). Das Spiel blieb intensiv und hochklassig – auch, weil sich mit Ingolstadt ein starker Gegner in der SAP Arena vorstellte. Bei einem Konter schoss Morgan Ellis am langen Pfosten vorbei (27.), nach einem Missverständnis zwischen Jason Bast und Denis Reul hatte Mirko Höfflin den Ausgleich auf dem Schläger (31.). Brückmann avancierte jetzt zum Fels in der Brandung, er hielt auch dem Dauerfeuer von Matt Bodie und Petrus Palmu stand (33.). Gerade, als es schien, dass sich die Adler wieder freischwimmen könnten, fiel das 1:1 doch. Wohlgemuth zog von der blauen Linie ab, der Puck prallte von der Latte hinter die Linie. Wayne Simpson hatte Brückmann irritiert, dem Schuss vielleicht sogar die entscheidende Richtungsänderung gegeben. Doch war das alles regelkonform gelaufen? Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis – und gaben den Treffer (36.). Ingolstadt roch Lunte, Brandon Defazio durfte es zweimal aus der Nahdistanz versuchen (39.) – wo waren da die Mannheimer Verteidiger?

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Die Adler steigerten sich jedoch. Mark Katic fuhr einmal durch die gegnerische Zone, passte zu Thomas Larkin. Dessen Schlagschuss fälschte Schütz zum 2:1 ab ins Tor (42.). Bast hätte in einer ganz engen Kiste für die Vorentscheidung sorgen können, doch er suchte den Pass, statt selbst abzuziehen (46.). Das hätte sich schon im Gegenzug fast gerächt. Simpson tauchte allein vor Brückmann auf, doch der ließ sich kein zweites Mal überwinden (47.). Stattdessen sicherte ein Kraftakt Mannheim den Erfolg. Mit letztem Einsatz stocherte Plachta Wohlgemuth die Scheibe vom Schläger, Eisenschmid startete zum Alleingang durch und traf zum 3:1 in den Winkel (52.). Den Schlusspunkt setzte Bast, der einen Garteig-Aussetzer bestrafte (56.).

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/adler

Drittelergebnisse: 1:0, 0:1, 3:0. Die Adler: Brückmann – ...

Drittelergebnisse: 1:0, 0:1, 3:0.

Die Adler: Brückmann – Larkin, Katic; Schira, Lehtivuori; Reul, Akdag; Krupp – Plachta, Smith, Wolf; Elias, Loibl, Eisenschmid; Krämmer, Bast, Leier; Brune, Schütz, Klos.

Tore: 1:0 Elias (19:25), 1:1 Wohlgemuth (35:06), 2:1 Schütz (41:25), 3:1 Eisenschmid (51:11), 4:1 Bast (55:32).

Schiedsrichter: Lasse Kopitz (Iserlohn) und Marian Rohatsch (Lindau).

Zuschauer: keine zugelassen.

Strafminuten: Mannheim 6 – Ingolstadt 4.

Nächstes Spiel: Schwenninger Wild Wings – Adler (Freitag, 18.30 Uhr).

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