Basketball - München gleicht Serie gegen Berlin aus

Terminhatz Richtung Titel

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dpa
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Berlin. Nach kurzem Jubel über den Final-Ausgleich starteten die Basketballer des FC Bayern direkt die Vorbereitung zum nächsten Angriff auf Titelverteidiger Alba Berlin. Mit Stretching versuchten der überragende Anführer Vladimir Lucic und sein Team noch am späten Donnerstagabend die Strapazen der Terminhatz in der Serie um die deutsche Basketball-Meisterschaft abzuschütteln.

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„Jemand sollte uns fragen, ob es gut für die Spieler ist, nach 24 Stunden wieder ein Spiel zu spielen und nach nicht mal 48 Stunden wieder“, sagte Kapitän Nihad Djedovic nach dem 76:66-Auswärtserfolg in Berlin. „Ich weiß, dass wir die einzige Liga in Europa sind, die so spielt. Anscheinend sind wir Versuchskaninchen.“

Auch Spiel zwei in Berlin war wieder extrem umkämpft. © dpa

Vor dem nächsten Doppelpack am Samstag und Sonntag müssen beide Teams beim Stand von 1:1-Siegen die letzten Reserven nach einer strapaziösen Saison mobilisieren. Am Freitag ging es aus der Hauptstadt nach München. „Es wird keine Erholung mehr geben, diese Serie ist eine Mörderserie“, sagte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi.

„Wir sind Versuchskaninchen“

Sein Team habe bereits knapp 90 Spiele absolviert, rechnete Bayern-Coach Andrea Trinchieri vor. Dass die Münchner dem Titelverteidiger dennoch mit einem Kraftakt den Heimvorteil abnehmen konnten und nun endgültig Favorit auf den Titel sind, lag vor allen am herausragenden Lucic. Der von den Heim-Fans mit Hingabe ausgebuhte Anführer erzielte mit 26 Punkten einen persönlichen Bundesliga-Rekordwert. „Er ist unser Anführer. Und im wichtigsten Spiel war er da“, sagte der Italiener Trinchieri in knappen Worten und lobte die Leistungssteigerung seiner Mannschaft. „Das ist die Geschichte unserer Saison: Wir müssen ins Gesicht geschlagen werden, um anzufangen, zu spielen. Und Alba hatte uns geschlagen.“

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Am Samstag gebe es „den nächsten Kampf“, betonte Trinchieri gewohnt wortstark. Dabei könnte allerdings zum Faktor werden, dass Alba aktuell den tieferen Kader als der Herausforderer besitzt. „Wir vertrauen allen Jungs“, sagte Alba-Profi Luke Sikma. dpa