Coronavirus - Wettbewerbe abgesagt, übereifrige Ordner Sorge um Fußball-EM

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dpa
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Leipzig. Aus Panik vor dem neuartigen Coronavirus hat der Sicherheitsdienst des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig eine Gruppe Japaner des Stadions verwiesen. Gut zehn Minuten nach Beginn des Spiels gegen Leverkusen am Sonntag sei die Gruppe von etwa zehn Ordnern des Stadions verwiesen worden. Dabei soll ihnen erklärt worden sein, dass dies aus Sorge vor dem Virus geschehe. Den Japanern wurde zugesagt, dass das Geld für die Tickets erstattet werde. Der Club bestätigte den Vorfall und entschuldigte sich. Der Sicherheitsdienst sei angehalten gewesen, Personengruppen aus Risikogebieten gemäß den Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts verstärkt zu kontrollieren.

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Diskussion um Fußball-EM: Die UEFA sieht derzeit trotz der Ausbreitung des Coronavirus in mehreren Gastgeberländern keine Veranlassung für Konsequenzen für die Fußball-EM in zwölf Ländern vom 12. Juni bis 12. Juli. „Wir sind in Kontakt mit den Behörden. Wir sind an die Anweisungen der lokalen Behörden gebunden. Wir reagieren auf das, was die Behörden oder die WHO sagen“, betonte Verbandssprecher Phil Townsend.

Biathlon-Weltcup ohne Zuschauer: Der Biathlon-Weltcup im tschechischen Nove Mesto na Morave (Neustadt in Mähren) findet wegen des Coronavirus vor leeren Zuschauerrängen statt. Das entschied der nationale Sicherheitsrat in Prag. Die Wettbewerbe sollten vom 5. bis 8. März vor bis zu 100 000 Besuchern stattfinden.

Schweiz sagt Ligaspiele bis April ab: In der Schweiz sind wegen der Coronavirus-Epidemie alle Fußballspiele der 1. und 2. Liga für den März abgesagt worden. Ob das Europa-League-Achtelfinale von Eintracht Frankfurt am 19. März beim FC Basel stattfindet, ist offen.