Skispringen - Eisenbichler als Zwölfter bester Deutscher Ski-Adler schmieren erneut ab

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dpa
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Zakopane. Unmittelbar vor der Heim-WM in Oberstdorf ist die Stimmung bei Deutschlands Skispringern am Tiefpunkt. Markus Eisenbichler schimpft, Karl Geiger ist ratlos – und Bundestrainer Stefan Horngacher muss die Krise erklären. „Wir müssen kritisch mit der Situation umgehen. Uns bleibt nichts anderes übrig, als wieder bessere Sprünge zu machen“, sagte der Coach am Sonntag nach der nächsten Niederlage im polnischen Zakopane. „Im Team ist alles gut, nur unsere Sprungleistungen sind nicht so, wie wir es gewohnt sind. Es geht ein bisschen schwer“, sagte Horngacher. Er sei auf „Fehlersuche“.

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Der Weltcup-Zweite Eisenbichler kam am Sonntag nicht über Rang zwölf hinaus. Beim nächsten Sieg von Norwegens Überflieger Halvor Egner Granerud, der sich vor Anze Lanisek aus Slowenien und Robert Johanssson aus Norwegen durchsetzte, spielten die Deutschen nur Nebenrollen. „Es geht schnell, dass man ganz hinten ist. So etwas gibt es einfach im Sport. Wir werden unsere Aufgaben erledigen“, kündigte Horngacher mit Blick auf Oberstdorf an.

Fluchender Eisenbichler

Markus Eisenbichler kam in Zakopane nicht gut zurecht. © dpa

Schon der Samstag war für das deutsche Team schwach ausgefallen. „Am liebsten würde ich irgendwas kaputtmachen gerade“, hatte der emotionale Weltmeister Eisenbichler im Auslauf geflucht. Der Tournee-Zweite Geiger lieferte schon das zweite ganz schwache Wochenende in Serie.

Horngacher hatte am Sonntag nach einer Nacht und „intensivem Video-Studium“ betont, was Eisenbichler, Geiger und Co. zu tun haben. „Die Jungs haben einen klaren Auftrag, was sie machen müssen. Entschlossenheit ist definitiv der Auftrag“, sagte der Chefcoach aus Tirol. Die Adler des Deutschen Skiverbandes, die die Großereignisse in den vergangenen Jahren mit vielen Erfolgen geprägt haben, befinden sich gerade zum ungünstigsten Zeitpunkt vor der Heim-WM in einem Leistungsloch. dpa