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Radsport - Tour-Gesamtführender aus Slowenien gewinnt im Schlusssprint harte Pyrenäen-Etappe

Selbst Pogacar muss kämpfen

Von 
dpa
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Die 17. Etappe verlangte Tadej Pogacar (r.) alles ab. Jonas Vinegaard (2. v. r.) und Richard Carapaz blieben bis kurz vor Schluss gefährlich. © dpa

Col du Portet. Triumphator Tadej Pogacar griff sich jubelnd an sein Gelbes Trikot und ließ sich in den Nebelschwaden des Col du Portet völlig ausgepumpt auf den kalten Asphalt fallen. Nach der Zielüberfahrt und einem furiosen Dreikampf mit Jonas Vingegaard und Richard Carapaz musste sich selbst der Dominator der Tour de France auf dem 2215 Meter hohen Pyrenäen-Riesen eine kurze Pause gönnen. „Ein fantastischer Tag. Im Gelben Trikot hier zu gewinnen, das kann ich gar nicht beschreiben“, sagte der 22 Jahre alte Titelverteidiger aus Slowenien, nachdem er die Königsetappe am Mittwoch mit einem Kraftakt für sich entschieden hatte.

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Auf dem 178,4 Kilometer langen Teilstück setzte Pogacar erst auf den letzten 100 Metern die entscheidende Attacke, nachdem Vingegaard und Carapaz zuvor alles tapfer gekontert hatten. „Ich hatte wirklich Antrieb, Richard einzuholen“, sagte der Sieger. Von der ganz großen Leichtigkeit, mit der Pogacar seine Rivalen in den Alpen noch düpiert hatte, war diesmal zwar nichts zu sehen, jedoch reichte es für seinen zweiten Tagessieg bei dieser Tour. Und die Gesamtführung ist auch zementiert. „Am Ende habe ich mich sehr stark gefühlt und wollte die Arbeit der Mannschaft vollenden“, sagte er.

17. Etappe Muret/Frankreich - Saint-Lary-Soulan/Frankreich ...

17. Etappe Muret/Frankreich - Saint-Lary-Soulan/Frankreich (178,40 km): 1. Tadej Pogacar (Slowenien) - UAE Team Emirates 5:03:31 Std.; 2. Jonas Vingegaard Rasmussen (Dänemark) - Jumbo-Visma + 3 Sek.; 3. Richard Carapaz Montenegro (Ecuador) - Ineos Grenadiers + 4; 4. David Gaudu (Frankreich) - Groupama-FDJ + 1:19 Min.; 5. Ben O’Connor (Australien) - AG2R Citroën Team + 1:26; 6. Wilco Kelderman (Niederlande) - Bora-hansgrohe + 1:40; 7. Pello Bilbao (Spanien) - Bahrain Victorious + 1:44; 8. Sergio Andres Higuita Garcia (Kolumbien) - EF Education-Nippo + 1:49.

Gesamtwertung: 1. Pogacar 71:26:27 Std.; 2. Vingegaard Rasmussen + 5:39 Min.; 3. Carapaz Montenegro + 5:43; 4. Rigoberto Uran Uran (Kolumbien) - EF Education-Nippo + 7:17; 5. O’Connor + 7:34; 6. Wilco Kelderman (Niederlande) - Bora-hansgrohe + 8:06; 7. Enric Mas Nicolau (Spanien) - Movistar Team + 9:48; 8. Alexei Luzenko (Kasachstan) - Astana-Premier Tech + 10:04.

Die Leistung, mit der Pogacar die 108. Ausgabe des größten Radrennens der Welt prägt, erinnert ein wenig an den Amerikaner Lance Armstrong in den frühen 2000er-Jahren. Er kontrolliert jede Bergetappe und fuhr sich peu à peu einen riesigen Vorsprung heraus, der nun klar über fünf Minuten beträgt. Für Pogacar war es auch der erste Etappensieg als Gelb-Träger bei der Tour. Das slowenische Supertalent ist einfach nicht zu stoppen.

Für den Tageszweiten Vingegaard und den Dritten Carapaz war der Tag auch ohne Etappensieg ein Erfolg, denn sie enteilten bei Teil eins des Bergankunft-Doppelpacks der Konkurrenz um Rigoberto Uran (Kolumbien) und Wilco Kelderman (Niederlande). Fast zwei Minuten holte das Duo raus, damit sind der Däne und der Ecuadorianer die logischen Anwärter auf das Gesamtpodest auf den Champs-Élysées in Paris am Sonntag.

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Für die deutschen Profis um Emanuel Buchmann war es erneut kein erfolgreicher Tag. Der frühere Tour-Vierte hatte sich vorgenommen, lange bei seinem Kapitän Kelderman zu bleiben, konnte ihn aber am letzten Berg nicht mehr groß unterstützen. Zu den Verlierern des Tages zählten auch die Gastgeber aus Frankreich, die am Nationalfeiertag vergeblich auf den zweiten Tagessieg dieser Tour warteten.

Col du Tourmalet wartet

Auf die Königsetappe folgt für das Peloton keine Chance zur Erholung, sondern die nächste Jagd durchs Hochgebirge. Die mit 129,7 Kilometern zwar kurze, aber extrem anspruchsvolle Etappe führt von Pau nach Luz Ardiden. Zu überwinden hat das Feld auch den 2115 Meter hohen Col du Tourmalet. Für Uran und Co. ist es vor dem Zeitfahren am Samstag und zwei Sprintetappen am Freitag und Sonntag die letzte Chance, Zeit gutzumachen. dpa

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