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Olympia - Prothesenspringer will Start vor dem CAS durchsetzen

Rehm gibt nicht auf

Von 
dpa
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Markus Rehm hat die Qualifikationsnorm für Tokio deutlich erfüllt. © dpa

Frankfurt. Der dreimalige Paralympicssieger Markus Rehm hat bestätigt, dass er einen Olympia-Start in Tokio vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS durchsetzen will. Der Weitspringer, dem nach einem Unfall der rechte Unterschenkel fehlt, sagte „Sport1.de“ dazu: „Irgendwann muss man einfach den nächsten Schritt gehen, und das mache ich jetzt. Leider wird einem sonst nicht zugehört, und es verändert sich nichts.“ Rehm hat in diesem Jahr mit 8,62 Metern die Qualifikationsnorm deutlich erfüllt. Umstritten ist jedoch, ob er durch seine Prothese einen Vorteil besitzt. Rehm fordert laut Klageschrift, uneingeschränkt zum Weitsprung-Wettbewerb zugelassen zu werden, nur ersatzweise wird die Zulassung außer Konkurrenz oder in gesonderter Wertung verlangt.

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Formal geht es Rehm um die Aussetzung der Umsetzung des Beschlusses, ihn von den Spielen auszuschließen. Ein Athlet, der trotz seiner „Behinderung“ die für alle geltende Qualifikationsnorm erreiche, könne nicht einfach als behinderter Athlet bezeichnet und den Paralympischen Spielen allein zugeordnet werden, heißt es laut „FAZ“ in der Klage. Vom DOSB und dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) fordert der Leverkusener, seine Nominierung zu bestätigen.

Der DLV hatte Rehm dem DOSB zur Nominierung für die Teilnahme in gesonderter Wertung vorgeschlagen, unter Hinweis darauf, dass der Verband sein Kontingent im Weitsprung nicht ausschöpfe. Der DOSB meldete Rehm, so schreibt es Rehms Anwalt Michael Lehner in seiner Klage, „soweit wir wissen“ dem IOC als Mitglied der Olympia-Mannschaft. Das IOC teilte dem DLV dann am 6. Juli mit, dass Rehm nicht startberechtigt sei. dpa

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